15:00 Uhr ist der Rundumschlag bei der Elektrik im Ducato endlich erledigt. Was mich nun noch stört, sind die absolut hässlichen Lampen über dem Tisch. Früher mit Halogen hat die später schon mal einer auf LED umgerüstet. Schöner sind sie dadurch auch nicht geworden. Außerdem ist eine inzwischen defekt. Raus damit.

Das Aluprofil muss aber bleiben, es stabilisiert das Regal darüber. Als Beleuchtung hab ich mir eigentlich immer einen dimmbaren LED-Streifen vorgestellt. Letztlich schien die simpelste Idee, die vorhandenen Durchbrüche im Alublech zu erweitern und nur in der Mitte der Stabilität wegen einen Steg stehen zu lassen. Plexiglas opaque dahinter, dann isses schick. Vatern hat mich davon abgehalten, das Plexiglas im Baumarkt zu holen. Es waren noch Reste da, so 30 bis 40 cm lang. Gut, dann kürzere Durchbrüche.

Auf der Rückseite habe ich fünf Durchbrüche angezeichnet und Löcher in die Ecken gebohrt. Bevor die Stichsäge zum Einsatz kommt, muss die Sichtseite – auf der ich rumschrabbeln muss – geschützt werden. Im Schieber fand sich noch sehr dickes M3-Klebeband. Für Pakete völlig ungeeignet, weil’s schlecht klebt, ist es super als Schutzfolie geeignet.Das Alublech leistet der Stichsäge wenig Widerstand. Jetzt kommt für mich Neuland. Auf der Oberfräse hab ich schon sehr viel geholzt. Aber Alu? von der Drehbank gibt’s Fingerfräser mit 8 mm Schaft.Die Drehzahl lässt sich nicht ganz so weit reduzieren, wie ich gern gehabt hätte. Andererseits ist es ja nur recht weiches Alu. Und die Verstellung des originalen Anschlags auf der Oberfräse reicht nicht ganz so weit, wie ich es brauch. Ein Brett, zwei Löcher, zwei Schrauben – läuft.

Geklebt hab ich die Plexiglasscheiben mit Heißkleber.Jaja, der Dimmer baumelt da rechts rum. Kleb ich noch fest und der Knopf kriegt ein Loch im Blech. Das wird vertagt, es ist nach 22:00 Uhr.

(swg)

Ich bummel Überstunden ab und hab heute frei. Also fast. Was nämlich in einer ganzen Woche Urlaub einfach nicht fertig geworden ist, ist die Revision der Elektrik im Womo-Aufbau.

Vor Norwegen hatte ich USB-Steckdosen verbaut. Was ich da so gefunden hab – abgeschnittene Kabelenden hinter Lüsterklemmen, Kabelenden ohne Hülsen in Lüsterklemmen, kreuz und quer gezogene bunte Kabel. Es wurde auch nicht besser, als ich vorm Nordseeurlaub die Solaranlage anschloss. Ich hasse Lüsterklemmen.

Außerdem missfiel mir immer schon, was Bürstner da eigentlich ursprünglich gebaut hatte: Elektroblock (Verteilung mit Landstrom-Ladegerät) im Heck, die Aufbaubatterie unterm Beifahrersitz. Dazwischen 4-quadrat einmal quer durchs Auto.

Der Plan ist, den Elektroblock über die Tür in einen neuen Schrank zu montieren. Dazu den FI und einen neuen 12 V-Sicherungskasten für weitere Verbraucher.

Es hat eine halbe Ewigkeit gebraucht – drei Tage – ehe ich halbwegs die alte Verkabelung entfitzt und rausgeholt hatte. Offenbar hat Bürstner seine Kabelbäume wenigstens alle halben Meter mit Kabelbindern an Boden, Wand oder Wasserschläuchen und Heizungsrohren verzurrt. Irgendwas mal eben rauszuziehen, geht einfach nicht. Fatal ist das unterm Bad, dort verschwindet das Bündel aus Wasser, Elektro und Heizung im doppelten Boden – kein Rankommen von irgendwo. Letzten Endes hab ich da einen harten Schnitt gemacht. Vielleicht räum ich da auf, wenn das Bad umgebaut wird. Weiteres Überbleibsel eines Bastlers: Starres Verlegekabel statt Litze.Supi. Im Schrank war dann noch eine Bastelei, die den Boden mit einem Riegel in einer Spule verschloss – so eine Art Geheimfach.Der Mechanismus wurde vermutlich per Magnet über einen Reedkontakt an der Seite vom Schrank ausgelöst.Dann entriegelte die Bodenklappe im Schrank und konnte angehoben werden. Ob’s noch funktioniert hat, kann ich nicht sagen. Jetzt ist der ganze Kram jedenfalls draußen.

Die Verkabelei hat dann unendlich Zeit gefressen. Als erstes mussten die Solarkabel runter zur Batterie und die 12-V-Leitung wieder rauf über die Tür zum neuen Platz des Elektroblocks – D+ nicht vergessen, damit der Kühlschrank währen der Fahrt per 12V kühl gehalten werden kann. Zur Kabelführung hab ich mich für die B-Säule entschieden.Jede schaltbare Funktion musste mit einem eigenen Kabel quer durch den Aufbau gezogen werden: Alles, was mit dem Hauptschalter des Elektroblocks abgeschaltet werden können muss, dazu die Wasserpumpe und die Leitungen des Kühlschranks. Einige Sachen habe ich jetzt gemeinsam versorgt. Licht in den Kinderbetten zum Beispiel, oder im Alkoven. Die Heizung hat ihren eigenen Anschluss am neuen Sicherungskasten. Wegen des nötigen Lüfternachlaufs braucht die immer Strom.

Ein Lob an der Stelle mal an Schaudt – den Hersteller des Elektroblocks: Alles ist ordentlich beschriftet.Und für das 20 Jahre alte Teil findet man sogar Schaltpläne auf deren Webseite. Danke!

Für die Pumpe sind schon von allen Wasserhähnen Leitungen zentral im Heck zusammengeführt. Die Pumpe selbst schaltet über ein Relais – das sitzt nun hinten auf dem Verteiler im Heck.

Geräte, die unabhängig von allen anderen Strom brauchen, sind über den neuen Sicherungsblock verteilt und einzeln abgesichert. Wäre ja blöd, wenn eine geschossene 12V-Steckdose gleich auch die Heizung lahm legt.

Am heutigen Montag ist es dann endlich vollbracht. Der ELB sitzt am neuen Ort, der Sicherungsblock und der FI auch. Insgesamt gibt es jetzt 5 der USB-Einbaudosen mit je zwei USB-Anschlüssen. Dazu noch zwei 12-Volt-Steckdosen für Wechselrichter (Laptop laden) und andere Ladegeräte. Unfassbar, wie der Elektrozoo so wächst, den man immer mitschleppt.

Alles funktioniert – bis auf eine der neuen Lampen im Alkoven, die hat nur kurz hell aufgeleuchtet und geht jetzt nicht mehr… Egal, Ersatz wurde umstandslos versprochen.

(swg)

Na guck. Der Spargel blüht.Und das ist weniger ein Witz als ich dachte: Es handelt sich tatsächlich um eine Palmlilie, die gehört zur Gattung der Spargelgewächse.Gegen den vorm Nachbarheus können wir aber nicht anstinken.Herrlich.

(swg)

So dolle soll das Wetter nicht werden, trotzdem halten wir an unserem Plan fest, in die Erdbeeren zu gehen. Natürlich mit dem Drahtesel! Schließlich sind wir “jetzt alle Fahrradfahrer”, wie Janni nicht müde wird zu betonen.

Kinder auf den Fahrrädern, Chariot für die Erdbeeren an meinem Fahrrad, FollowMe an Marias, falls Janni müde wird – wir rollen los. Ziel ist ein Pflückfeld oben in Pesterwitz. Direkt mit dem Fahrrad wäre der Berg deutlich zu steil. Viel einfacher ist es, den Berg runter zu rollen und am Hauptbahnhof in die Straßenbahn zu steigen.

Oberhalb von Gorbitz hat ein ordentlicher Landregen eingesetzt. Wir harren kurz in der Haltestelle aus. Janni lässt sich lieber mit dem FollowMe anhängen und dann geht’s zum Erdbeerfeld.

Wo noch viele Erdbeeren stehen, kann keiner genau sagen, also schlagen wir uns auf gut Glück in die Reihen. Wir pflücken.die Kinder essenDie Sonne quält sich so langsam auch durch die Wolken und es wird unerträglich schwül. Am Ende haben wir knapp 6 kg Erdbeeren eingesammelt. Der Chariot wird richtig voll – wir haben alle flachen verschließbaren Gefäße mitgenommen, damit sich die Erdbeeren nicht gegenseitig zerdrücken.Den Rückweg aus Pesterwitz runter nach Dresden probieren wir über Dölzschen. Nochmal lieber nicht: die Straße ist so unsagbar schlecht, dass ich mir sorgen um die Erdbeeren mache. Ein Eis gibts für die fleißigen Pflücker unten im Pinguin, dann muss ich an den Herd.Nee nee, da ist noch mehr:Kompott (da sind frische Erdbeeren eh am Besten), Marmelade und etwas Erdbeermus für den Frost ist draus geworden. Das gefrostete Mus schmeckt in Naturjoghurt zum Frühstück herrlich.

(swg)