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Keine so komplizierte Sache, so ein Rührkuchen, möchte man meinen. Damit ein Rührkuchen gelingt, muss die Konsistenz des Rohteiges gut stimmen, andernfalls erhält man einen ungenießbaren Klotz. Außerdem braucht man für ein angenehmes Mundgefühl auch das richtige Verhältnis aus Mehl und Fett. Bei mir hat folgende Zusammenstellung sehr gut funktioniert, das Ergebnis ist angenehm fluffig und weder trocken, noch fettig. Und wahrscheinlich hat Anfängerglück mit meinem neuen Ofen auch eine Rolle gespielt ;)

Zutaten
250 g Butter
250 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
5  Ei(er)
500 g Mehl
1 Pck. Backpulver
¼ Liter Milch
Fett und Semmelbrösel für die Form
Puderzucker oder
Kuvertüre
Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben, insbesondere die Butter brauchen wir sehr weich. Die Eier werden versprudelt und anschließend mit dem Zucker/Vanillezucker ordentlich schaumig geschlagen. Dazu kommt die Butter Flöckchen für Flöckchen, bis eine schön homogene Masse entsteht und keine Butterklümpchen mehr zu sehen sind. Mehl und Backpulver werden in die Masse gesiebt und verrührt, immer im Wechsel mit der Milch, ohne das der Teig zu fest oder zu dünnflüssig wird.

Gebacken hab ich den Kuchen in einer flachen Springform mit Guglhupf-Einsatz bei 180°C 4D-Umluft und leichter Dampfzugabe für 50 min. Kürzer geht wahrscheinlich auch, muss das Stäbchen Euch zeigen.Einfacher Rührkuchen frisch aus dem Ofen Wohl bekomms.

(swg)

Asfa-Wossen Asserate - Draußen nur KännchenIn den aktuellen Zeiten ist es in gewisser Weise tröstlich den Blick auf ein paar positive Seiten in Deutschland gelenkt zu bekommen. In ganz und gar herrlicher Weise beschreibt Asfa-Wossen mit dem Witz eines Gebildeten die vielen netten und manchmal absurden Alltagsseiten Deutschlands.

All die samtenen, deutlich geschichtsbewussten Anekdoten zu den Gepflogenheiten dieses Landes können mich aber nicht über die weit auseinander klaffende Schere der Oberen und Unteren hinweg sehen lassen. Seine Sicht ist die Sicht eines sehr privilegierten und auch schon etwas älteren Mannes auf das Land, in dem er seine neue Heimat fand. Es ist allzu leicht sich der Errungenschaften zu erfreuen, wenn man der Ungleichheit der Unterprivilegierten nicht ausgesetzt ist. Obgleich Asfa-Wossen in die Abgründe der deutschen “Integrations”politik geschaut hat, und ihm nur allzu gewahr ist, dass hier bestenfalls Toleranz denn Akzeptanz gelebt wird, erhält er sich seinen Exotenstatus. Vielleicht auch gerade deswegen. Es bleibt mein größter Vorwurf, der nicht sein Fehler ist.

Mir war sehr schön heimelig warm beim Lesen. Es ist schön Sie hier zu haben. Danke.

Draußen nur Kännchen von Asfa-Wossen Asserate
Verlag: S. Fischer Verlag GmbH, 4. August 2012, Taschenbuch
188 Seiten
ISBN 10: 3502151571
ISBN 13: 978-3-596-18157-5
Preis: 9,99 €

(swg)

So dolle soll das Wetter nicht werden, trotzdem halten wir an unserem Plan fest, in die Erdbeeren zu gehen. Natürlich mit dem Drahtesel! Schließlich sind wir “jetzt alle Fahrradfahrer”, wie Janni nicht müde wird zu betonen.

Kinder auf den Fahrrädern, Chariot für die Erdbeeren an meinem Fahrrad, FollowMe an Marias, falls Janni müde wird – wir rollen los. Ziel ist ein Pflückfeld oben in Pesterwitz. Direkt mit dem Fahrrad wäre der Berg deutlich zu steil. Viel einfacher ist es, den Berg runter zu rollen und am Hauptbahnhof in die Straßenbahn zu steigen.

Oberhalb von Gorbitz hat ein ordentlicher Landregen eingesetzt. Wir harren kurz in der Haltestelle aus. Janni lässt sich lieber mit dem FollowMe anhängen und dann geht’s zum Erdbeerfeld.

Wo noch viele Erdbeeren stehen, kann keiner genau sagen, also schlagen wir uns auf gut Glück in die Reihen. Wir pflücken.die Kinder essenDie Sonne quält sich so langsam auch durch die Wolken und es wird unerträglich schwül. Am Ende haben wir knapp 6 kg Erdbeeren eingesammelt. Der Chariot wird richtig voll – wir haben alle flachen verschließbaren Gefäße mitgenommen, damit sich die Erdbeeren nicht gegenseitig zerdrücken.Den Rückweg aus Pesterwitz runter nach Dresden probieren wir über Dölzschen. Nochmal lieber nicht: die Straße ist so unsagbar schlecht, dass ich mir sorgen um die Erdbeeren mache. Ein Eis gibts für die fleißigen Pflücker unten im Pinguin, dann muss ich an den Herd.Nee nee, da ist noch mehr:Kompott (da sind frische Erdbeeren eh am Besten), Marmelade und etwas Erdbeermus für den Frost ist draus geworden. Das gefrostete Mus schmeckt in Naturjoghurt zum Frühstück herrlich.

(swg)

Marias Geburtstag erfordert natürlich auch eine Kuchenrunde auf Arbeit. Was immer gut ankommt, ist mein Russischer Zupfkuchen. Außerdem hat eine Ihrer Kolleginnen nach dem Rezept gefragt: Ich hab’s ja gar nicht im Blog! Das sei hiermit mal nachgeholt.

Zutaten
Für den Teig
300 g Mehl
1 TL Backpulver
30 g Back-Kakao
1 Ei
150 g Zucker
150 g weiche Butter
1 TL Butter zum Ausfetten
20 g Semmelbrösel zum Bestreuen
 
Für die Füllung
4 Eier,
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker,
750 g Magerquark,
1 EL Weizenstärke
bis 120 g flüssige Butter
 
Backen:
50 min bei 180°C Umluft backen
Ich mag Käsekuchen, wenn er eher locker-fluffig ist und nicht so eine feste Masse. “Schwer” ist sowas eh schon, der hier ist keine Ausnahme: 280 g Butter & 270 g Zucker!
 
Man macht es sich leichter, wenn die Zutaten Raumtemperatur haben. Das Mehl und den Kakao ineinander sieben (wirklich! Kakaoklümpchen kriegt man nicht weggerührt!) und mit Backpulver vermischen. Butter Ei & Zucker dazu und das ganze zu einem festen Teig verkneten. Im Kühlschrank darf der jetzt ca. eine Stunde ruhen – wenigstens halbwegs durchgekühlt sollte er sein.
 
Auf dem gefetteten und mit Semmelbrösel bestreuten Boden einer Springform rollt man ca. ¼ des Teiges dünn aus. Das zweite Viertel zieht man als Rand in der Springform hoch.

Für die Füllung trennt man die vier Eier. Die Eigelb und den Zucker & Vanillezucker schlägt man ordentlich und lange schaumig. Mit einem Löffel rührt man den Quark und die gesiebte! Speisestärke (Klümpchenalarm!) unter. Die flüssige Butter wird noch eingerührt – man kann weniger nehmen, sie sogar ganz weglassen (hab sie mal vergessen, schmeckte auch). Und jetzt kommt der Grund für die Fluffigkeit: Die Eiweiß werden separat aufgeschlagen und dann mit einem Löffel unter die Füllung gezogen. Ab damit in die Springform. Die zweite Hälfte des Teigs wird in Bröckchen gezupft und auf der Füllung verteilt.

Bei 180°C im vorgeheizten Umluftofen wird der Zupfkuchen 50 min gebacken. Er kommt dabei ein wenig hoch und fällt beim Abkühlen wieder etwas zusammen. Passt aber so. Schmecken lassen!

(swg)