Archives for category: frickelig

Ich hab mal wieder nach gebrauchtem Lego gesucht – und das Angebot ist tatsächlich erquicklich groß. Meine neueste Beute ist das Minimodell vom Claas Xerion (42102) – danke an Thomas. Die Post hat ihn lieber nur in den Aufzug gelegt – Kontaktsperre! Den herrlichen Trecker wollte ich natürlich noch heute Abend aufgebaut haben. Jannika muss ran.Janni baut den ClaasJanni baut den ClaasKlar muss man ihr immer mal wieder helfen. Das geht aber nicht über Hinweise hinaus, gesteckt und auseinander bekommt sie die Teile allein. Was sie inzwischen auch etwas besser kann, ist Teile in der Grabbelkiste zu finden. Als ich sie letztes Mal dabei beobachtet habe, fiel ihr das noch deutlich schwerer. Beim Drehen und einpassen von Baugruppen fällt es ganz unterschiedlich aus: Manchmal steckt sie zwei echt unübersichtliche Baugruppen ganz selbstverständlich zusammen und gleich darauf kriegt sie wieder zwei einfache Teile nicht zueinander. Ich bin mir nicht sicher, ob sie dann nicht in der Anleitung gerade aufs falsche Bild guckt. Besonders gut kriegt sie gespiegelte Bauschritte hin, selbst wenn die ein paar Seiten auseinander liegen.

Nach einer guten Stunde ist Jannika nun glückliche Besitzerin eines Traktors mit Mähwerk.Janni baut den ClaasAm niedlichsten ist am Ende, als Alina feststellt, dass sich “das da hinten mitdreht” und wie das denn geht. Janni zeigt ihrer großen Schwester ohne Umschweife die Unterseite und erklärt ihr genau, wie da die Zahnräder ineinander greifen und das die Hinterachse das Mähwerk so antreibt. Da bin ich doch reichlich verblüfft – und auch ziemlich stolz.

(swg)

Mit den Kindern haben wir einen ganzen Vormittag Lego gebaut. Mit etwas Aufmerksamkeitslenkung hat Janni es geschafft den Van aus der 60117 zusammenzubauen.Lego Van 60117Respekt. Ganz ordentlich mit vier.

Am Ende bin ich auch nochmal kreativ geworden.Miniracer PrototypMiniracer PrototypMiniracer PrototypMiniracer PrototypDie Räder stammen aus irgend einem chinesischen Set, der Rest ist Lego. Das Teil gefällt mir so, dass ich mich heute Abend mal auf bricklink.com herumtreiben werde. Da kann ich mir die Einzelteile zusammensuchen, sodass die anderen Modelle unserer Sammlung komplett bleiben.

(swg)

Mein Miix 320 lässt sich herrlich als Tablet verwenden! Ich nehme es im Bus zum Lesen – Bücher, c’t, heise+, News. Für letztere brauch man Internet (sic!). Klar, das Miix  320 hat ein integriertes LTE-Modem. Leider zeigt sich auch hier ein Problem, dass ich schon auf meinem eee PC hatte: Wenn der Rechner aus dem S3 erwacht, funktioniert ab und an das Modem nicht. Das Ab- und wieder Anschalten im Networkmanager bringt nix, es bleibt dabei, er kriegt keine Verbindung. Im journal findet man dann endlos sowas:

Nov 27 21:48:34 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (registering -> home)
Nov 27 21:48:34 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (home -> idle)
Nov 27 21:48:35 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (idle -> registering)
Nov 27 21:48:35 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (registering -> home)
Nov 27 21:48:35 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (home -> idle)
Nov 27 21:48:36 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (idle -> registering)
Nov 27 21:48:36 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (registering -> home)
Nov 27 21:48:36 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (home -> idle)
Nov 27 21:48:37 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (idle -> registering)
Nov 27 21:48:37 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (registering -> home)
Nov 27 21:48:37 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (home -> idle)
Nov 27 21:48:38 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/24: 3GPP Registration state changed (idle -> registering)

Netz kriegt man aber nicht, irgendwann gibt der Networkmanager auf. Wahrscheinlich hat sich das Modem in irgendeiner Form aufgehängt. Bei einem internen Modem am USB ist rausziehen und wieder reinstecken irgendwie keine Option. Was macht man dann? Neustart des ganzen Rechners? Nicht sehr elegant. Eigentlich muss es doch möglich sein, einen Reset des USB-Gerätes zu erzwingen. Und das geht tatsächlich! Die Antwort habe ich auf askubuntu.com gefunden.

Man muss herausfinden, wo genau am USB das Modem hängt:

root@progress:/# lsusb -t
/: Bus 02.Port 1: Dev 1, Class=root_hub, Driver=xhci_hcd/6p, 5000M
/: Bus 01.Port 1: Dev 1, Class=root_hub, Driver=xhci_hcd/7p, 480M
|__ Port 2: Dev 2, If 0, Class=Hub, Driver=hub/4p, 480M
|__ Port 4: Dev 4, If 0, Class=Human Interface Device, Driver=usbhid, 12M
|__ Port 4: Dev 4, If 1, Class=Human Interface Device, Driver=usbhid, 12M
|__ Port 3: Dev 3, If 0, Class=Wireless, Driver=btusb, 12M
|__ Port 3: Dev 3, If 1, Class=Wireless, Driver=btusb, 12M
|__ Port 4: Dev 5, If 1, Class=CDC Data, Driver=cdc_mbim, 480M
|__ Port 4: Dev 5, If 0, Class=Communications, Driver=cdc_mbim, 480M

Mein Modem hängt an Bus 01, Port 4. Jetzt werfen wir das Modem aus:

root@progress:/# echo ‘1-4’ > /sys/bus/usb/drivers/usb/unbind
1-4

1-4 ist das Echo auf der Console. Anschließend hängen wir es wieder ein

root@progress:/# echo ‘1-4’ > /sys/bus/usb/drivers/usb/bind
1-4

Voilà, Modem wieder da und ich darf Internet. journalctl:

Nov 27 22:55:16 progress kernel: cdc_mbim 1-4:1.0: cdc-wdm1: USB WDM device
Nov 27 22:55:16 progress kernel: cdc_mbim 1-4:1.0 wwan0: register ‘cdc_mbim’ at usb-0000:00:14.0-4, CDC MBIM, ce:f3:11:c8:59:ea
Nov 27 22:55:16 progress systemd-udevd[24550]: Using default interface naming scheme ‘v240’.
Nov 27 22:55:16 progress systemd-udevd[24550]: link_config: autonegotiation is unset or enabled, the speed and duplex are not writable.
Nov 27 22:55:16 progress kernel: cdc_mbim 1-4:1.0 wwp0s20u4: renamed from wwan0
Nov 27 22:55:16 progress mtp-probe[24559]: checking bus 1, device 5: “/sys/devices/pci0000:00/0000:00:14.0/usb1/1-4”
Nov 27 22:55:16 progress mtp-probe[24559]: bus: 1, device: 5 was not an MTP device
Nov 27 22:55:16 progress systemd-udevd[24545]: Using default interface naming scheme ‘v240’.
Nov 27 22:55:18 progress ModemManager[638]: opening device…
Nov 27 22:55:18 progress ModemManager[638]: [/dev/cdc-wdm1] Read max control message size from descriptors file: 512
Nov 27 22:55:18 progress ModemManager[638]: [/dev/cdc-wdm1] channel destroyed
Nov 27 22:55:18 progress ModemManager[638]: [device /sys/devices/pci0000:00/0000:00:14.0/usb1/1-4] creating modem with plugin ‘Fibocom’ and ‘2’ ports
Nov 27 22:55:18 progress ModemManager[638]: Modem for device ‘/sys/devices/pci0000:00/0000:00:14.0/usb1/1-4’ successfully created
Nov 27 22:55:18 progress ModemManager[638]: opening device…

Nov 27 22:55:29 progress NetworkManager[651]: [1574891729.3901] modem[“cdc-wdm1”]: modem state changed, ‘disabled’ –> ‘enabling’ (reason: user preference)
Nov 27 22:55:29 progress ModemManager[638]: Modem: state changed (unknown -> disabled)
Nov 27 22:55:29 progress NetworkManager[651]: [1574891729.3915] manager: (cdc-wdm1): new Broadband device (/org/freedesktop/NetworkManager/Devices/30)
Nov 27 22:55:29 progress NetworkManager[651]: [1574891729.3951] device (cdc-wdm1): state change: unmanaged -> unavailable (reason ‘managed’, sys-iface-state: ‘external’)
Nov 27 22:55:29 progress NetworkManager[651]: [1574891729.3984] device (cdc-wdm1): modem state ‘enabling’
Nov 27 22:55:39 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/26: state changed (enabling -> enabled)
Nov 27 22:55:39 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/26: 3GPP Registration state changed (unknown -> registering)
Nov 27 22:55:39 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/26: 3GPP Registration state changed (registering -> home)
Nov 27 22:55:39 progress ModemManager[638]: Modem /org/freedesktop/ModemManager1/Modem/26: state changed (enabled -> registered)
Nov 27 22:55:39 progress NetworkManager[651]: [1574891739.6730] modem[“cdc-wdm1”]: modem state changed, ‘enabling’ –> ‘enabled’ (reason: user-requested)
Nov 27 22:55:39 progress NetworkManager[651]: [1574891739.6749] modem[“cdc-wdm1”]: modem state changed, ‘enabled’ –> ‘registered’ (reason: unknown)

Damit ist das Modem auch wieder aus dem Networkmanager heraus benutzbar.

Die beiden Zeilen packen wir mit einem kurzen sleep in ein bashscript

#!/bin/bash
echo ‘1-4’ > /sys/bus/usb/drivers/usb/unbind
sleep 3
echo ‘1-4’ > /sys/bus/usb/drivers/usb/bind

Damit ich es immer erreiche, hab ich mir einen Link mit gksu ins Startmenü Whiskermenü gelegt.

Update:

Suspend/Wakeup script

Natürlich ist mir das Aufrufen des Scripts zum Reaktivieren des Modems sehr schnell auf die Nerven gegangen. Viel komfortabler ist es doch, einfach das Modem vorm Suspend abzuschalten und beim Aufwachen es wieder einzubinden. Sowas geht unter Ubuntu ganz einfach mit systemd. Natürlich habe ich nicht erst manpages dazu gewälzt: googlen brachte Just another Linux geek ans Licht. Man muss offenbar nichts weiter tun, als ein Script an die richtige Stelle zu legen. Für Ubuntu ist die Stelle /usr/lib/systemd/system-sleep/, systemd führt einfach alles darin aus, wenn das System in den Sleep geschickt oder aufgeweckt wird. Dabei übergibt systemd “pre” vorm Suspend und “post” beim Aufwachen.

Mein Script heißt network und muss natürlich ausführbar gemacht werden: chmod a+x ./network. Drin steht folgendes:

#!/bin/bash
## Dieses scrip sorgt beim suspend für
## – korrektes abschalten/einschalten des Modems
if [ “${1}” == “pre” ]; then
# vorm suspend
/usr/bin/logger “turning off wwan radio”
/usr/bin/nmcli radio wwan off
echo ‘1-4’ > /sys/bus/usb/drivers/usb/unbind
elif [ “${1}” == “post” ]; then
# nach dem suspend (aufwachen)
/usr/bin/logger “turning on wwan radio”
echo ‘1-4’ > /sys/bus/usb/drivers/usb/bind
/usr/bin/nmcli radio wwan on
fi

Den nmcli habe ich noch dazu angestellt, damit der Networkmanager das Modem nicht einfach unterm Hintern weggeschossen bekommt. Yay! Mehr Komfort unter Linux!
(swg)

Mehrere Erfahrungsberichte haben nahe gelegt, dass das Lenovo Ideapad Miix 320 unter Linux laufen wird. Sehr wahrscheinlich wird das meiste direkt funktionieren, zumal die meisten noch Ubuntu-Mate 18.04 mit 4er Kernel installiert hatten. Andere haben Arch versucht oder Debian, ebenfalls erfolgreich. Ich starte direkt mit Xubuntu 19.10 und einem 5er Kernel.

Was man vorher unbedingt tun sollte – und zwar noch unter Windows – ist ein BIOS-Update. Auf meinem war noch ein 7.irgendwas, aktuell ist das BIOS 8.4. Es beugt einigen Ungereimtheiten vor, wahrscheinlich hängt das Blackscreen-Problem teils damit zusammen und zuletzt wurde nochmal was am Wifi gemacht.

Windows, ade! Scheiden tut weh.

von wegen ;) Auf einen USB-Stick hab ich das Xubuntu 19.10-Image kopiert. Mit [Fn+F2] während des (hässlichen!) Lenovo-Splash-Screens kommt ihr ins BIOS, dort stellt ihr “Secure-Boot” auf disabled. Wenn der Stick steckt: neu starten, dann kann man per [Fn+F12] ins Bootmenü gelangen. Mit einem 19er Ubuntu ist der Zauber von Kernel-Parametern nicht mehr nötig, die Installation läuft einfach durch. Windows lasse ich direkt von der Platte putzen, Xubuntu darf sich die gesamte 64GB-SSD einverleiben.

Out of the Box funktionieren bei Xubuntu 19.10 (also mit XFCE):

  • Display – auch wenn es erstmal nach links gedreht ist,
  • Helligkeitsreglung,
  • Touchpad,
  • Touchscreen (multitouch),
  • Wifi,
  • LTE-Modem (ist ein FIBOCOM L813-EAU per internem USB),
  • Batterie- und Ladeanzeige,
  • Sound

Suspend2RAM geht manchmal, manchmal auch nicht, irgendwas weckt das Tab gleich wieder auf. Unwichtig vorerst, immerhin geht beim Zuklappen das Display aus und – wichtig – beim Aufklappen wieder an.

Die beiden Kameras funktionieren nicht, ebenso tut die automatische Dreherei des Displayinhalts nicht – aber da kümmer ich mich später drum. Erstmal muss der Bildschirm richtig gedreht werden. In der Lightdm-Konfiguration legen wir ein Startscript fest: In /etc/lightdm/lightdm.conf.d/ legen wir als root eine Datei namens 80-display-setup.conf an:

[SeatDefault]
greeter-setup-script=/etc/lightdm/greeter_setup.sh

Das bash-script muss natürlich als root angelegt und folgendermaßen befüllt werden:

#!/bin/bash
# Loginscreen auf querformat
xrandr -o right
xinput set-prop “FTSC1000:00 2808:1015” “Coordinate Transformation Matrix” 0 1 0 -1 0 1 0 0 1

Ausführbar gemacht chmod u+x /etc/lightdm/greeter_setup.sh erscheint der Login korrekt gedreht. Die xinput-Zeile sorgt dafür, dass der Touchscreen mit gedreht wird.

Aber dein Scheiden macht, daß jetzt mein Herze lacht.

Soweit bin ich erst einmal zufrieden. Die Installation lief angenehm unspektakulär, sowas schafft auch ein Neuling in Sachen Linux. Danke an die ganze Community, die hier einfach saubere Arbeit geleistet hat :)

Nach wenigen Tagen habe ich festgestellt, das bei meiner Art der Nutzung der Akku locker 10 h durchhält. An die Tastatur habe ich mich schnell gewöhnt, nur die F-Tasten über Fn+ erreichen zu müssen ist manchmal etwas mühsam. Und ich hätte gern einen ordentlichen Tablet-Mode: Wenn ich das Tab vom Display ziehe soll das automatische Drehen des Displays funktionieren und die Bildschirmtastatur aktiviert werden. Kommt Zeit, kommt Script…

Liedtext in der Wikipedia

(swg)