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Es gibt einen Haufen Städte, die schlafen nicht. Berlin gehört dazu, genauso wie auch Prag. Dresden tut es aber und man kann das vor allem hören. Nachts, irgendwann, ebbt der Geschäftigkeitslärm – also hauptsächlich der vom Verkehr – ab. Es wird richtig still, Geräusche werden nur vereinzelt von Tieren oder einem einsamen Nachtwanderer verursacht. Sonst hört man nichts. Dann schläft die Stadt. Den Zeitpunkt kann man nicht so recht fest machen, schleichend verebbt der Lärm.

Aber den Zeitpunkt des Erwachens kann man ganz beeindruckend erleben. Mit einem Mal, wie angeschaltet, brandet die Geschäftigkeit der Stadt an. Gerade eben habe ich es gehört. Fast pünktlich um fünf setzte die Brandung ein, das tosende Umherirren vieler Städter in den Morgen. Es wird das Grundrauschen des ganzen Tages sein. Bis in den späten Abend.

Aufgefallen ist mir das nicht zum ersten Mal. Ich bin mir sehr sicher, dass es damals, zu Zeiten meines Studiums, erst gegen sechs Uhr begann. Genauso plötzlich und eindringlich aber eben eine Stunde später. Sogar noch vor fünf Jahren war das so, denke ich jedenfalls, will meine Hand dafür aber nicht ins Feuer legen. Aber die Stadt steht heutzutage eine Stunde eher auf.

(swg)

Für unsere Tretbootfahrt müssen wir einen der Sechssitzer nehmen, auch Jannika braucht ihren eigenen Platz: Es ist eines der braunen Oldtimer-Autos. Zuallererst gibt es mal ein zünftiges Touristenselfi!Wir machen uns auf zur Karlsbrücke, eben so nah heran, wie es die gelben Bojen erlauben.Strom auf geht es zurück die Střelecký ostrov links lassend unter der Brücke der Legionen hindurch. Maria lässt es sich nicht nehmen, einen Cache einzusammeln, den wir das letzte Mal nicht erreichen konnten. Man braucht dazu unbedingt ein Boot.

Bis zum zweiten Wehr hinauf und wieder zurück, dann liegt auch schon die Nacht über der Burg.Moldau und Burg von Prag am AbendWir haben genug Zeit, dass die Kinder sich mal selbst an den Pedalen und am Ruder probieren können. Eine Stunde hat für diese kleine Bootsfahrt sehr gut gereicht.

(swg)

Vor acht Wochen ist Alina in die Schule gestartet. Bisher haben wir – also vor allem Maria – Alina zur die Schule gebracht. Mit dem Fahrrad oder Bahn und Bus. Immer mal wieder hat sie gefragt, wie das denn mit dem Alleine-in-die-Schule-gehen sei. Kann sie machen, wenn sie möchte. Letzte Woche war ihre Antwort: “Nächste Woche.” Sie will mit Bahn und Bus hinfahren. Dienstag hat sie es mit sehr ernster Miene nochmal angesprochen, und wir haben auch nicht anders geantwortet. “Übermorgen” hat sie gesagt. Heute war übermorgen.Alina geht alleine in die SchuleDa winkt sie und geht alleine zur Haltestelle. Jannika und ich radeln in die entgegengesetzte Richtung zur Kita.

Morgen will sie auch wieder alleine fahren, vielleicht trifft sie ja Katalina im Bus. Na denn. Fühlt sich aber schon komisch an.

(swg)

Zwar gibt’s bei uns keinen Fernseher im eigentlichen Sinn (rausgeworfen 2006), aber Youtube und co. bieten wirkliche mehr als nur adäquaten Ersatz. Die Kinder lieben ihren Kinderlieder-Kanal und den Märchen-Kanal.

Ganz besonders angetan haben es uns allen gerade Reisedokus von Privatleuten. Es gibt die beeindruckend Verrückten von Zeitreise, oder “Millimetermüller” Micha mit angetrauter Christin von wirsehnunsunterwegs.de. Nicht zu vergessen Sabine und Micha von herman-unterwegs.de oder Caro und Phil von The Sunnyside – Optimismus ist alles.

Und ganz zum Schluss ist nun noch jemand dazugekommen, thematisch aber ganz anders angesiedelt: Der Held der Steine, Thomas Panke. Er betreibt ein kleines Klemmbaustein-Lädchen in Frankfurt am Main. Wichtiger aber noch sind seine Videos mit Modellvorstellungen von Lego, Cobi, Xingbao und wen es da nicht noch alles gibt.

So sieht das dann (manchmal) bei Alinas und Jannikas Schnittchenabendbrot aus.Alina und Jannika gucken dem Held der Steine zuyoutube ersetzt Fernseher: Thomas Panke auf seinem KanalHey Thomas: Deine wohl jüngsten Fans :) Echt begeistert waren sie von der Schwedenhaus-Vorstellung. Und: “Der ist bestimmt auch ganz kinderfreundlich.” – da gibt’s wohl kaum Zweifel. Es wird ganz wunderbar.

(swg)