Wie viele andere auch habe ich sein Block “Arbeit und Struktur” mitgelesen. Seine Ärzte-(Tor)tour, Diagnosen, Behandlungen – ich wusste vorher nichts mit “Glioblastom” anzufangen. Faszinierende einzelne Schnappschüsse, sein Schwimmen im See, Treffen mit Freunden. Bestürzend seine Beschreibungen der epilepsieartigen Anfälle, Sprachverlust, Orientierungsunfähigkeit. All das Geschrieben mit dem Humor des Fatalismus.

Und dann war da noch das Nachdenken über den Tod. Seinen. Der Wille, sein Ende selbst zu bestimmen. Akribisches Sezieren der Möglichkeiten und der Sicherheit ihrer Mortalität. Sein Ergebnis war: Nur mit Pistole ist es sicher.

Wie sehr sein Tumor ihm in letzter Zeit zusetzte, konnte man im Blog lesen, besonders daran, wie er immer weniger schrieb. Ich kann kaum verstehen, wie verzweifelt man für den Schritt sein muss – und doch, wie tragisch, als Schriftsteller Sprache, Wort und Schrift zu verlieren.

Mein Beileid gilt seinen Eltern, Freunden und Bekannten. Ein großartiger Schriftsteller fehlt.

(swg)