Archives for the month of: Juli, 2019

Das Wetter ist für heute wieder als “eher mäßig” angesagt. Bevor wir am Seeufer bibbern, gucken wir lieber Tiere an. Der Tierpark liegt am anderen Ende von Zittau – vom See aus gesehen – 6 km mit dem Fahrrad. Mal sehen, wie weit Janni alleine radelt. Ich fahr etwas weiter, erst des vergessenen Kuscheltiers wegen, dann nochmal die geschmierten Schnitten holen…

Ein kurzer Zwischenstopp am Spielplatz, dann Fahrräder vorm Zoo anschießen, Karten kaufen und rein da. Direkt hinterm Eingang des Zoos wird man von Lora begrüßt.Schon das letzte Mal hatten sie einen zweiten Gelbbrust-Ara gesucht. Scheint sich leider noch immer keiner gefunden zu haben.

Um den Bollerwagen kommen wir nicht rum – aber genau genommen ist uns das recht. Nach dem Zoobesuch sollen die Kinder ja noch nach Hause radeln.

Hey, Schildkrötenfütterung!Der Zittauer Tierpark ist nicht sehr groß. Obwohl – sagen wir lieber: Man ist nicht auf schiere Mengen an Tieren bzw. Exoten bedacht. Viel dreht sich um den Erhalt alter Haustierrassen bzw. Haustiere allgemein. Das erste Highlight der Kinder sind die Meerschweinchen.Konntet Ihr Alinas “Die sind so niiiiiedlich!” hören?dann gibt’s noch das Göttinger Minischweinchen…oder Wollschweinchen…Nadine, die Schwedenkuh, lässt sich gerne mal hinterm Ohr kraulen.Sehr fetzig finde ich, wie nah man teils an die Tiere herankommt.Bei den Stachelschweinen reicht die Futterstelle bis an den Besucher heran. Lediglich ein handhoher Elektrozaun und die Höhe der Plattform hindert die Stachelschweine am weglaufen.

Zu den Kängurus darf man ins Gehege – auf einem Weg muss man bleiben, sodass die Tierchen ihre Rückzugsgebiete haben.Geheuer war das dem Kollegen nicht, er hat mir gleich darauf den Rücken gekehrt und ein paar Schrittchen weg gemacht. Na immerhin ist er nicht in großen Sätzen davongehüpft.

Auch beim Damwild führt der Weg längs durchs Gehege..

Auf den obligatorischen Spielplätzen ist alles mit viel Phantasie und aus Holz gebaut.Im ganzen Gelände stehen Holztiere verstreut – beim Tipi steht ein Rentier.Im Hintergrund kann man eine Wildblumenwiese sehen, die naturnah bewirtschaftet wird – zum Schutz der Insekten und Schmetterlingen. In versteckten Waldpfaden findet man eine Wunderblume.Manchmal ist es nur ein großer Stamm, der den Weg auflockert.Oder es findet sich ein kleiner Kletterparcour.In das Baumhaus muss Oma auch mal reingucken.Ganz herrlich finde ich auch den Imbiss mit seinem Dach zwischen den Bäumen.Eine tolle Sache ist auch die begehbare Voliere mit den Sittichen. Der eine oder andere Blick nach oben sei aber empfohlen, wenn man unbekleckst wieder haurauskommen möchte.Mit Futter lässt sich hier leider keiner anlocken, wie damals in Sababurg bei Kassel.Am Ende sind alle ganz schön müde.So statten wir den Weißbüscheläffchen noch einen Besuch ab, ehe wir zurück zum Womo fahren. Einkaufen müssen wir auch noch, sonst ist heut’ Schmalhans Küchenmeister.Diesmal kommen wir nicht ungeschoren durch den Zooshop. Und so kommt Lora mit.

Jannika legt eine Fitness an den Tag, die mich einfach staunen lässt. Nach dem Tierpark radelt sie die gesamte Strecke zurück bis zum Zeltplatz.Wir haben zwar Spielplatz-Pause und Einkauf zwischendrin, aber gefahren ist Jannika die ganze Zeit alleine.

(swg)

Wer hat eigentlich die Behauptung aufgestellt, Camper seien Naturliebhaber?! Man ist “draußen am Busen der Natur”, verzichte “auf so einiges” und genieße “die Freiheit”.

Was bei der Ankunft von Campern auf Campingplätzen – nach Vorzelt, Teppich und Stühlen – aufgestellt wird, ist die Satschüssel. Akribisch wird justiert, bis das Abendprogramm gesichert ist. Dann werden Bluetooth-Brüllwürfel verteilt und die Dauerbeschallung mit dem nächstblödesten Gute-Laune-Radio beginnt. Die Natur soll mal die Fresse halten, wir sind lauter. Riesengrill, Bierkühler, Liegestühle, Zaun für’n Fußhupen-Hund – was man eben sonst auch so in der freien Natur findet.

Dann rollt ein Ami-Ford auf den Platz, mit blubberndem V8. Er büßt sofort sämtliche Coolnesspunkte ein: Seine Klimaanlage rauscht, wie ein Windkanal. Auch in der abendlichen Kühle.

Von der Idee, Natur zu genießen, könnten Camper auf einem Campingplatz weiter nicht weg sein. Man verteilt sein Wohnzimmer auf einem Rasenstück und setzt sich in seinen gewohnten Muff. Alltag nur anderswo.

“Dann fahr da halt nicht hin”. Werde ich auch möglichst nicht. Dieses Jahr hat die Zeit nur einfach nicht gereicht, wirklich das Weite zu suchen.

Immerhin, auf höfliche Nachfrage ist die Klima heute Nacht dann aus. Danke dafür.

(swg)

Ich hatte schon befürchtet, dass ich die Fahrräder nicht mit in den Urlaub bekomme. Dem alten Träger traue ich mich kaum noch ein Fahrrad aufzuschnallen, ein Rohr ist im Gelenk eingerissen.

Ein bekannter Campingausrüster hat mir letzten Dienstag das riesige Paket mit dem Fiamma Carry Bike Pro geliefert. Samstag stand ich dann mit Werkzeug bewaffnet auf dem Parkplatz. ‘Erstmal alles auspacken, ehe Du hier irgendeine Schraube löst’, dachte ich. Gut so. Im Paket lag der Carry Bike Pro C, dessen Haltebügel lediglich 40 – 50 cm hoch ist. Am Duc ist aber der Pro mit 80 – 150 cm montiert – neue Löcher mach ich auf gar keinen Fall in die Rückwand. Zumal ich ja nicht weiß, wo Verstärkungen drin sind. Fetzt. Alles wieder eingepackt, angerufen, Ersatzlieferung vereinbart. Ob das rechtzeitig klappt? Samstag soll’s in den Urlaub gehen. Wareneingangskontrolle sollte man halt nie vernachlässigen…

Respekt, das Paket ist heute am Dienstag da und meine arme, alte Nachbarin hat’s wieder abgekriegt. Danke. Und nu aber ruff off’n Parkplatz. Nach knapp zwei Stunden gewissenhaften Bohrens und Schraubens ist es vollbracht.

Viel ist vom alten Träger nicht übrig. Zwei der alten Schienen hab ich auf den neuen Träger verpflanzt.

Und es war höchste Eisenbahn, ich hab den alten Träger richtig eingeschätzt.Das hätte zu einer Verkehrsmeldung auf der nächsten Fahrt gereicht.

(swg)

15:00 Uhr ist der Rundumschlag bei der Elektrik im Ducato endlich erledigt. Was mich nun noch stört, sind die absolut hässlichen Lampen über dem Tisch. Früher mit Halogen hat die später schon mal einer auf LED umgerüstet. Schöner sind sie dadurch auch nicht geworden. Außerdem ist eine inzwischen defekt. Raus damit.

Das Aluprofil muss aber bleiben, es stabilisiert das Regal darüber. Als Beleuchtung hab ich mir eigentlich immer einen dimmbaren LED-Streifen vorgestellt. Letztlich schien die simpelste Idee, die vorhandenen Durchbrüche im Alublech zu erweitern und nur in der Mitte der Stabilität wegen einen Steg stehen zu lassen. Plexiglas opaque dahinter, dann isses schick. Vatern hat mich davon abgehalten, das Plexiglas im Baumarkt zu holen. Es waren noch Reste da, so 30 bis 40 cm lang. Gut, dann kürzere Durchbrüche.

Auf der Rückseite habe ich fünf Durchbrüche angezeichnet und Löcher in die Ecken gebohrt. Bevor die Stichsäge zum Einsatz kommt, muss die Sichtseite – auf der ich rumschrabbeln muss – geschützt werden. Im Schieber fand sich noch sehr dickes M3-Klebeband. Für Pakete völlig ungeeignet, weil’s schlecht klebt, ist es super als Schutzfolie geeignet.Das Alublech leistet der Stichsäge wenig Widerstand. Jetzt kommt für mich Neuland. Auf der Oberfräse hab ich schon sehr viel geholzt. Aber Alu? von der Drehbank gibt’s Fingerfräser mit 8 mm Schaft.Die Drehzahl lässt sich nicht ganz so weit reduzieren, wie ich gern gehabt hätte. Andererseits ist es ja nur recht weiches Alu. Und die Verstellung des originalen Anschlags auf der Oberfräse reicht nicht ganz so weit, wie ich es brauch. Ein Brett, zwei Löcher, zwei Schrauben – läuft.

Geklebt hab ich die Plexiglasscheiben mit Heißkleber.Jaja, der Dimmer baumelt da rechts rum. Kleb ich noch fest und der Knopf kriegt ein Loch im Blech. Das wird vertagt, es ist nach 22:00 Uhr.

(swg)