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Ich kenne Ihn länger als Maria und er hat mich nie im Stich gelassen: mein kleiner eeePC. Er funktionierte bis jetzt problemlos, nun leider ist er verstummt: kein Sound kommt mehr aus seinen Lautsprecherchen, der Rest läuft immer noch, selbst der Akku ist topfit und hält 5 Stunden durch. Was soll man da machen? Nun gut, es ist nur ein Ding, schade. Zehn Jahre ist er alt, fast schon ein Fossil in Technikjahren gezählt. Auch wenn er seine Aufgaben immer noch erledigen kann, man könnte ihn doch mal ersetzen.

Kann! man! nicht!
„Der Markt“ ist nicht in der Lage, adäquaten Ersatz zur Verfügung zu stellen! Ich wäre ja gerne mit der Zeit gegangen. Tablet-artig wäre schön gewesen, Ubuntu hat auch eine passende Oberfläche bereit. Eine Tastatur hätte ich gern per Bluetooth drangehängt, wenn ich tatsächlich wirklich ernsthaft schreiben oder programmieren möchte, sonst ist die Ballast. Wifi, USB-Host-Port, lange Akkulaufzeit – alles erfüllbar. Aber! UMTS- oder LTE-Modem! Das ist die Fußangel meiner Wünsche. Stick draußen dran? Kommt ja gar nicht in Frage!. Niemand hat es – es sei denn ich kauf mir ein M$ Surface oder lege tausende Taler für etwas von Sony hin, dass dann aber rundherum an einer Glaskante endet, die mir einfach nicht robust genug für meinen Umgang erscheint (Sony Vaio Duo, falls jemand gefragt hat). Ich hatte groß Hoffnung in UbuntuTab gesetzt, wurde aber auch hier enttäuscht, als es endlich präsentiert wurde: kein Mobilfunk drin.

Zeitreise
In meiner Verzweiflung bin ich in die Vergangenheit gereist. Die Zeitmaschine heißt ebay-kleinanzeigen. Jetzt steht hier wieder ein eeePC 901 go, diesmal in schwarz. Dafür hat der Vorbesitzer den RAM schon auf 2 GB aufgerüstet und die SSD gegen eine 30 GB-Version getauscht. Bluetooth ist an Board, das fehlte beim weißen, den ich damals als Schnäppchen für 270,-€ aus dem Internet bekam. Heute waren’s für den schwarzen noch 70,-€

Das Windows 7, das sich wirklich passabel auf der alten Hardware anfühlt – sogar Aero ist an – musste weichen. Debian kommt aber nicht wieder drauf, der Testing-Zweig ist mir zu veraltet und oft frickelig. Derzeit birgt jedes Update eine neue Überraschung, was ich diesmal wieder gerade biegen darf. Manchmal bootet die Kiste dann auch nicht, was zu echten Klimmzügen führt. Ubuntu sollte es diesmal sein: Ubuntu-Mate? Lubuntu, Xubuntu?

Mit Mate hab ich schonmal geliebäugelt und diesmal die Chance genutzt. Leider muss ich feststellen, dass der Komfort sehr zu wünschen übrig lässt: Wenn ich den Desktop nach meinen wünschen konfigurieren will, fehlen tausend Dialoge. Gefühlt ist Mate auf dem Stand von XFCE von vor 6-7 Jahren. Damals hab ich mir die Zeit genommen, weil ich mit XFCE einen schlanken Desktop kriegen konnte (150 MB RAM nach dem Booten und kaum Systemlast). Heute will ich nicht mehr frickeln und bekomme mit XFCE immer noch den schlanken Desktop, kann mir den Desktop aber zusammenklicken, ohne in die config-Hölle tauchen zu müssen. Dazu kommt, das Mate im Leerlauf schon ~8 % CPU frisst. So dicke ist der Akku vom eeePC nun auch nicht. Ich hab dazu wenig Ambitionen, die Ursache zu finden – so viel Zeit hab ich nicht übrig. Zum Vergleich: Mit XFCE dümpelt er zwischen 2 und 3 %. Drei Abende später steht fest: Ubuntu-Mate muss wieder weichen, es wird Xubuntu. XFCE mag ich, kenn‘ ich und Ubuntu hat die Software aktuell, die ich brauch (FreeCad zum Beispiel). Damit ist dann auch gleich der Hauptrechner fällig. Adieu Debian.

(swg)

Eigentlich hat mein kleiner eeePC 901Go eingebautes UMTS. Derzeit sind aber alle Simkarten in anderen Mobilgeräten verbaut. Und jedes Mal die Karten herauspopeln macht auch keinen Spaß. KAnn man Telefone nicht zum Internet-teilen bringen? Nicht per Wifi! Strom ist hier gerade knapp im Womo, aber USB?

Guck an, so leicht geht das: Mein ZTE Open C-Telefon kann USB-Tethering. Das ist aber nur die Hälfte. Angesteckt an meinen eeePC meldet sich tatsächlich ein neues Netzwerkgerät: ifconfig -a spuckt unter anderem

Cosmos2251:/home/swg# ifconfig -a
enx020431316266: flags=4098  mtu 1500
        ether 02:04:31:31:62:66  txqueuelen 1000  (Ethernet)
        RX packets 0  bytes 0 (0.0 B)
        RX errors 0  dropped 0  overruns 0  frame 0
        TX packets 0  bytes 0 (0.0 B)
        TX errors 0  dropped 0 overruns 0  carrier 0  collisions 0

Guck an, und jetzt? dhclient -1 enx020431316266 und schon sieht das nächste ifconfig so aus:

Cosmos2251:/home/swg# ifconfig -a
enx020431316266: flags=4163  mtu 1500
        inet 192.168.0.10  netmask 255.255.255.0  broadcast 192.168.0.255
        inet6 fe80::4:31ff:fe31:6266  prefixlen 64  scopeid 0x20
        ether 02:04:31:31:62:66  txqueuelen 1000  (Ethernet)
        RX packets 9  bytes 950 (950.0 B)
        RX errors 0  dropped 0  overruns 0  frame 0
        TX packets 42  bytes 8926 (8.7 KiB)
        TX errors 0  dropped 0 overruns 0  carrier 0  collisions 0

Ein Ping auf Heise.de liefert Pakete! Ich freue mich und verfasse diesen kurzen Beitrag :)

(swg)

Damit das mit der Bloggerei wieder richtig funktioniert, hab ich erstmal für das richtige Werkzeug gesorgt: Das IMG-Helpr-Script kann jetzt die Bilder automatisch zum Hoster hochladen.

Danke muss ich für die Unterstützung bei der Programmierung ein paar Leuten sagen – ohne die vielen fleißigen Anleitungsschreiber wäre das alles verdammt mühselig:

Wie man Arrays in der Bash verwendet:
Andy Balaam’s Blog > Bash Arrays
StackOverflow: Is there a way to create key-value pairs in Bash script?

Den Tipp für SSH-Upload, wenn der Zielpfad eventuell nicht existiert ist klasse:
StackOverflow: How do I create a directory on remote host if it doesn’t exist without ssh-ing in?

Fett: Danke!

(swg)

Meinen großen Dank an René Hering für die super Anleitung, wie man sich ohne Smartfön bei WhatsApp registrieren kann. Das fetzt in sofern, da es jetzt mit purple-whatsapp ein Plugin für Pidgin gibt und man WhatsApp damit auch am Rechner nutzen kann. Danke dafür auch an davidgf. Nightly builds davon gibt’s hier.

Meine Handynummer ist damit auch bei WhatsApp drin.

(swg)