Bezahlte Fortbildung und ich darf mir die Beförderung aussuchen? Großartig! Ich nehm die Bahn, Fahrrad muss mit für die Mobilität am Ziel. Kein Problem. IC Dresden-Hannover und zurück mit Fahrrad, Platzreservierung und Flex-Option auf Bahncard 25 für 134,- €? Da gibt’s nix zu meckern. Mit dem Auto wären das auf Kilometerkosten gerechnet 200,- € mit dem Nachteil selber fahren zu müssen – wer will denn sowas? In der Zeit habe ich drei-vier Beiträge ins Blog getippt und eine entspannte Reise gehabt.

Wie ein “Fahrrad-Abteil” im IC aussieht, wusste ich auch nicht.Meine einzige Mäkelei, die ich anbringen könnte: Internet ist auf einer Bahnreise löchriger, als alte Socken. Am ehesten ist man mit UMTS in Bahnhöfen versorgt, bzw. bei der Durchfahrt durch Städte und größere Nester. Auf offener Strecke: Flaute. Ich erinnere mich in Schweden mitten im Wald gewesen zu sein, weit und breit kein Haus zu sehen: Internet gab’s. Aber ich bin mir sicher, irgendwann schafft auch Deutschland als technologisches Schwellenland den Anschluss an die westliche Welt…

(swg)

Als wir letztes Mal im Reisezentrum der Bahn waren, sollte für mich zu Marias Bahncard 50 eine Partner-Karte gebucht werden. Das klappte recht problemlos, auch wenn sich das ganze am Schalter einfach endlos hin zog. Kurz darauf kamen Emails, es gebe ein Problem und meine Bahncard 25 sei storniert. Wir sollten im Service anrufen. Dort klärte man uns auf, dass ich nur eine Bahncard 50 als Partnerkarte dazu bekommen könnte. Lohnt sich für mich nicht. Dann leg’ ich für die 25er lieber 20,-€ drauf und buch die so. Für die Umstände bekam Maria immerhin 100 Punkte gutgeschrieben. Nett, das enspricht einer Freifahrt in Deutschland.

Gestern dann der Versuch, meine Bahncard zu bekommen und für Maria noch eine Monatskarte. Als erstes verschwand die freundliche Servicekraft zwecks Rückfragen nach hinten, dann war die Aktion Doppeldeal im System nicht auffindbar (und blieb es – kein Wunder bei dem unübersichtlichen Texthaufen von Interface). Dazu noch eine Namensverkrüppelung auf der ausgestellten Monatskarte – eine dreiviertel Stunde war dann weg.
Es blieben alle immer freundlich und bemüht – das ist aber irgendwie kein Satz, den man in der Bewertung von Service lesen will. Unter Zeitdruck wäre das alles wesentlich unangenehmer gewesen.

(swg)

Wir würden nicht sagen, dass unser Alltag nicht funktioniert. Klar bleibt einiges liegen, manches auf der Strecke und oft genug könnte es etwas gemütlicher sein. Irgendwie geht’s schon. Beide pendeln wir jeden Tag eine Wegstunde zur Arbeit und eine zurück. Zeit wird da knapp und ist eigentlich ein kostbares Gut geworden. Für die Kinder ist so ein 9-Stunden-Tag in der Kita auch einfach anstrengend – danach sind die ziemlich breit. Und spätestens wenn es abends ans “müssen” geht, kippt dann manchmal die Stimmung.

Besonders Jannika merkt man es gerade an: Wahrscheinlich macht sie gerade einen Entwicklungsschritt. Jedenfalls kann sie sich auf überhaupt gar nichts konzentrieren. Man spricht mit ihr, aber es kommt nicht an. Drei, zwei, eins: schon plappert sie irgendwas drauf los, was sie einem gerade unbedingt erzählen/zeigen muss. Goldfisch.

Deswegen haben wir gestern darüber gesprochen, was jedem von uns abends wichtig ist – und was wir doof finden. Fünf Dinge haben wir zusammengetragen, die wichtig sind
* ohne Gezeter duschen und
* Zähne putzen (Maria)
* Sandmann | Paw Patrol | wirsehnunsunterwegs gucken (Alina)
* In Ruhe Abendbrot essen (Stephan)
* Kuscheltiere & Feuerwehrkissen & Schnuller finden (Jannika).
Und die haben wir dann gemalt und an die Badtür geklebt.

(swg)

Dieses Jahr sieht es gut aus: Die Universitätsschule hat für die Grundstufe deutlich mehr als die nötigen 80 Anmeldungen, sagen wenigstens die DNN. Insgesamt scheint der Start der Universitätsschule dieses Jahr sehr viel reibungsloser zu laufen. Die positive Resonanz in Form der vielen Anmeldungen ist natürlich erfreulich. Bleibt abzuwarten, wieviele vorher noch abspringen – sei es um auf eine Schule freier Trägerschaft oder eine profane in städtischer Hand zu gehen.

So werden auch wir uns die Tür für die SRH vorerst offen halten (müssen). Es ist leider so, dass wir uns für die SRH entscheiden müssen, ehe wir den Platz in der Univeristätsschule sicher haben: Den Vertrag mit einer Freien Schule schließt man schon Anfang Januar. Da die Unischule in städtischer Trägerschaft ist, erfahren wir das, wie alle anderen, erst im Mai.

Das die Unischule nicht startet, ist eher unwahrscheinlich. Außerdem sind die Anmeldezahlen jetzt auch nicht so hoch, dass wir uns darum sorgen, aussortiert zu werden. Wahrscheinich machen eh noch einige einen Rückzieher: Die von den Montessori-Schulen geteilten Erfahrungen legt das jedenfalls nahe.

Das Gebäude der Universitätsschule ist die alte Plattenbauschule auf der Cämmerswalder Straße. Unter zwei Aspekten finden wir das optimal: Erstens ist die Schule damit viel günstiger für uns zu erreichen, als am alten Standort in der Johannstadt. Und zum Zweiten hat die Universitätsschule das neue Gebäude für sich allein. Für die ersten Jahre reichen die Räumlichkeiten, für den kompletten Betrieb aber nicht. In Planung ist ein Container-Neubau auf dem Gelände – Platz genug ist jedenfalls.

Was es außerdem gibt, ist der Verein zur Schule: Universitätsschule.org. Anmelden kann man sich schon, was die Mitgliedschaft kostet, scheint noch nicht klar zu sein. Mal sehen, wie man sich da einbringen kann.

(swg)