Archives for category: unfassbar

Manchmal stolpere ich über Zeuch und dann … Dann guck ich’s mir nochmal an, vielleicht hab ich da was falsch verstanden. Vielleicht übertreib ich ja. Und außerdem sind die Kinder erst zehn oder elf, die das da geschrieben haben. Aber im Amtsblatt steht sowas ja nicht, wenn da nicht nochmal einer drüber geguckt hat. Und die Exkursion der Klasse 4b hatte wirklich ein spannendes Programm „Auf den Spuren von Erich Kästner“ und seinem Buchklassiker „Emil und die Detektive“. Stadtrundfahrt mit Lottchen, ‚Verbrecherjagd‘ im Großen Garten und Lesenacht mit Übernachtung in einer Schule.

Und bei der Verbrecherjagd ging das so (schrieb eine Schülerin):

Am 27.04.2017 fuhr meine Klasse zur Exkursion nach Dresden. Im Großen Garten trafen wir uns mit dem Stadtindianer für eine Verbrecherjagd. Er erzählte von sich, was er sonst so machte. Spannend wurde es, als er von einer Verbrecherbande berichtete. Wir teilten uns in Gruppen auf. Der Veranstalter gab jeder Gruppe eine Karte von einem Gebiet. Wir mussten zur Eicherwiese. Zuvor wies er noch darauf hin, dass wir uns vor grün angezogenen Menschen unauffällig verhalten sollten, weil sie mit zur Bande gehörten. Auf der Karte waren Tatorte zu sehen. Wir sollten Beweise sammeln gegen die Bande. Wir machten uns an die Arbeit und fanden Süßigkeitspapier, Zettel mit Polizistenbeleidigungen, einen toten Briefkasten mit einer Nachricht und einen Ort, der ein Kindergefängnis sein sollte. In der vorgegebenen Zeit liefen wir 21 von 23 Tatorten ab. Wir erreichten den Treffpunkt mit etwas Zeitverzögerung, aber kamen doch noch rechtzeitig zur Auswertung. Dort stellte uns Herr Müller Fragen, die wir auch beantworten konnten. Er war der Täter. Hättet ihr das erwartet? Wir durften ihn verprügeln. Als wir damit aufhörten, bekamen wir Bonbons. Später verabschiedeten wir uns und es ging zurück …“


Wahrscheinlich ist das viel zu drastisch ausgedrückt. Wahrscheinlich versteh ich das total falsch. Wahrscheinlich seh‘ ich das viel zu eng. Wahrscheinlich bin ich einfach viel zu spießig. Einfach auf’s Maul hauen, ist doch effektiver! Andererseits war das in Dresden…

(swg)

Es ist unfassbar. Den Nachbarn hatten wir über den Urlaub bescheid gesagt, dass sie täglich gucken gehen: Die Königin der Nacht könnte blühen. Und das tut sie nur eine Nacht lang. Aber es war noch nicht so weit. Letztes Jahr hat die Königin eine Blüte gehabt. Dieses Jahr sind es drei! Gestern Abend war es dann so weit:DREI! Und wir haben’s VERPASST! Orschwerbleede!

Aber wie man im Hintergrund sieht, blühen unsere anderen Kakteen gerade sehr üppig.

(swg)

Wir wissen schon heute, dass wir unsere Kinder nicht auf eine Regelschule schicken wollen. Die Gründe sind so vielfältig, laufen aber alle auf die die Furchtbarkeiten der staatlichen Regelschulen hinaus.

Heute: Früher weniger Schlaf hilft später Müdigkeit ertragen! oder so

Aus der Elternratssitzung: „Die Schulen weisen die Kitas darauf hin, dass Erstklässler keinen Mittagsschlaf in der Schule halten können. Man hätte in den Schulen große Probleme mit den Schülern, die mittags in ein tiefes Loch fallen. Die Empfehlung der Schulen lautet, die Vorschüler darauf vorzubereiten: Man solle ihnen schon jetzt, in der Vorschule, langsam den Mittagsschlaf entziehen.“
Es fällt also den Schülern in der Schule schwer, nach ihrem Pensum – und wir reden hier von der ersten Klasse! – noch die Augen offen zu halten. Den Schülern kann/will man die offenbar notwendige Ruhe nicht einräumen. Stattdessen schlägt man vor, sie an diese Quälerei schon etwas eher zu gewöhnen. Je eher man gequält wird, desto besser erträgt man es nämlich später!!1!

Ernsthaft?

(swg)

Wir fangen an, uns mit Schule zu beschäftigen. Das liegt daran, das Alina mit dem Beginn des nächsten Schuljahres Vorschüler werden könnte. Wir glauben aber nicht, dass sie emotional so weit ist – schon gar nicht für den durchgestaffelten Alltag einer staatlichen Regelschule. Auch nicht mit dem Jahr Vorschule als Vorbereitung. Auf so eine wollen wir sie eigentlich auch nicht schicken. Als Juni-Kind ist sie eine Grenzfall und wir können sie damit auch erst mit 7 Jahren einschulen.

Erfahrungen mit Schule sind derzeit nur unsere eignen. Was wir außerdem so über „die Schule“ bzw. das Lernen heute wissen, haben wir von anderen gehört und erfreut uns meist nicht – besonders dann nicht, wenn es um die staatlichen Regelschulen geht. Erfahrungen von Freunden, Nachbarn und Bekannten sind oft genug „nicht schön“. Bestürzender finden wir es nur, wenn deren Kinder den Schulalltag offenbar zu großen Teilen als Qual empfinden, die Eltern es aber als normal ansehen, „Schule scheiße zu finden“.

Mit dem Schlagwort „Schule“ werde ich alle Beiträge versehen, die in irgend einer Weise Texte beinhalten, die unsere Entscheidung für/gegen eine, und vor allem welche Form der Schule, dokumentieren. Und natürlich die vielen kleinen Annekdoten…

(swg)