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Heute geht’s in den Schraub-Endspurt der Solaranlage. Die Träger hatte ich gestern noch montiert und mein Werk glücklich so verlassen:Was vorher noch runter musste, war das alte Solarpanel. Die 55 W sind schlicht viel zu wenig. Wie zu erwarten hatte sich jede Menge Dreck darunter gesammelt.Die Träger sind 30×60 Item-Profil – Items Auslieferungslager liegt direkt neben meiner Arbeitsstädte. Die Relinghalter stammen von einem Altera Dachträger. Dessen Nutenführung passt nach ein wenig Arbeit mit der Feile perfekt in die Item-Nuten. Ich rück die Träger nochmal zurecht und fädel die Nutensteine ein,dann reicht Maria mir das erste Panel hoch.Die Nutensteine mit den Schrauben von innen durch den Panelrahmen zu treffen erweist sich als veritable Fummelei. Alina will dann auch mal gucken – sie erzählt vom Sonnenuntergang, den wir von dort oben angeguckt haben (auf Öland war das).So, alles fest verschraubt – drei M6 auf jeder Panelseite sollten ausreichen. Aufräumen.Richtig gut gefällt mir das noch nicht, es baut zu hoch. Beim ersten Ausmessen hab ich mehr auf Sicherheit gesetzt, dass auch alles drauf passt und nichts mit den nötigen Dachhauben kollidiert. Nach dem Urlaub werde ich die Anlage tiefer setzen, es sind genau die 6 cm Platz da, die ich dafür brauche.

Im Lauf der Woche schließe ich alles elektrisch an. Insgesamt stehen mir dann 280 W peak zur Verfügung. Regler ist ein Votronic MPP 350. Batterie wird erstmal nur Blei-Säure und eigentlich zu klein. Da ich die Elektrik eh noch komplett umkrempeln muss, wird die Batterie ihren Platz wechseln – dort wird wahrscheinlich auch mehr Kapazität möglich sein.

(swg)

Geburtstagsgeschenke finde ich absolut stressig. Kommt direkt nach Weihnachten. Mein Problem ist, das ich gefühlt immer eine Idee haben soll, andere sich aber gerne einfacher aus der Affäre ziehen – mit einem Geldgeschenk zum Beispiel. Schenken aus dem Zwang eines Anlasses heraus halte ich für furchtbar. 1) Eine gute Idee für jemanden – anders hat’s keinen Sinn und man lässt es lieber.

Nun wird meine Mutter 60. Was schenke ich jemandem, der eigentlich alles hat? Meine Eltern wohnen in ihrem hübschen Häuschen, lieben und pflegen ihren Garten und mein Vater baut obendrein die Möbel selbst. Und jetzt? Mein Bruder hatte herausgefunden, dass sie sich eBikes kaufen wollen. Einen Gutschein (eigentlich sind Gutschein doof, aber in dem Falle…) für diverse Wochenendprobefahrten lag nahe. Leider waren meine Eltern schneller und nun stehen die elektrischen Drahtesel schon in der Garage…

Dann bleibt eigentlich nur die zweite Prämisse beim Schenken: 2) Selbstgemacht ist kaum zu toppen. Investierte Zeit und Mühe ist mehr wert als jeder Konsumartikel. Meist schenkt man dann auch gleich am sinnvollsten: 3) etwas, was der Beschenkte gern hätte, sich aber nicht kaufen würden (in dem Falle gar nicht könnten).

Pinterest ist eine super Ideen-Suchmaschine. Vor einer Weile sind wir da schon auf niedliche Gartenideen gestoßen.

Damit war der nächste Baumarkt-Besuch beschlossen. Sukulenten, Gras, ’ne Konifere und zerdepperbare Tongefäße.

Einen Topf zerdeppern kann jeder, aber den gekonnt zu zerdeppern, wie wir den hier brauchen, da muss man schon mit Werkzeug und Fähigkeit ran. Kunst kommt von Können. Der große Moment, ich schwinge vorsichtig den Hammer, der Topf reißt. Überall, nur nicht an der vorgeritzten Linie… Aber er ist nicht völlig verkehrt gerissen, ich muss nur ein paar Scherben wieder einkleben. In meiner Bastelkiste finde ich auch noch eine nicht eingetrocknete Tube Kleber dafür.

Außerdem habe ich die große Scherbe für die Terrasse mit Gips eingeklebt.Nach einer Nacht Trocknungspause kann bepflanzt werden.Das fast fertige Werk sieht dann so aus.Das Lichtelhäuschen kommt irgendwann nächste Woche, da kann ich ja nochmal ein Bild nachreichen.

(swg)

Irgendwann im späten Herbst hatten wir beim Versandhaus mit der Kaffeerösterei bestellt, was man in der schmuddeligen Jahreszeit so braucht. Neben Matschhosen, Jacken und Mützen war natürlich etwas mehr in den Warenkorb geschlüpft: eine Blätterpresse. Nach kurzer Begutachtung ging das Teil zurück – zwar sehr hübsch, aber mit 18 cm Kantenlänge einfach zu klein.

Im Prinzip ist das kein kompliziertes Ding, wenn man es selbst baut. Und dann hat es auch gleich die richtige Größe:

  • 2x Sperrholz Buche 31×31 cm & 6 mm stark,
  • 4 Schlossschrauben M6x80,
  • 4 Karosseriescheiben,
  • 4 Schraubknöpfe,
  • Wellpappe & Löschpapier und
  • das gewisse Etwas.

Letzters hab ich mir im Fontanum dazufügen lassen: Dort haben sie die Möglichkeit mit Laser zu gravieren.Die Laser-Vorlagen hab ich mit Inkscape aus im Internet gefundenen Bildern erstellt.

Eigentlich braucht das Fontanum Corel Draw-Dateien, aber SVG bekommen sie auch importiert.Aus den Knöpfen kann man die Deckel einfach rausdrücken. Mit einem 7,5 mm-Bohrer hab ich die „gelocht“.

Insgesamt sind 5 Blätterpressen entstanden – da hat es sich gelohnt einen Anschlag für die Ständerbohrmaschine zu sägen. Damit landen die Löcher so in den Ecken der Bretter, das alle untereinander passen. Die Schlossschrauben stecken nach dem Zusammenschrauben von selbst fest im jeweils unteren Brett. Damit das Sperrholz nicht zu schnell unansehnlich wird, hab ich es mit Arbeitsplattenöl behandelt.

Fertig gebaut und gelasert hatte ich alles erst im Dezember, auch weil das Fontanum ein volles Auftragsbuch hatte. Aber auch im Frühling gibt es viel zu pflücken und zu sammeln, das man pressen kann.

Zwei der Blätterpressen hab ich Alina mit in ihre Kita-Gruppe gegeben. Die Freude war groß :) Wenn Janni von der Krippe in den Kindergarten wechselt, bekommt sie auch zwei für ihre Gruppe.

(swg)

„…das ist alles gar nicht meine!“ Frei nach Die Prinzen binden sehr viele Hersteller von Heimautomatisierung und IoT-Gadgets an ihre jeweilige Cloud. Klar ist es praktisch, den eigenen haussteuernden Elektronikzoo so einfach und immer und überall im Griff zu haben. Leider geht damit einher, das oft die gesamte Regel-Logik und Datenerfassung beim Hersteller in der Cloud steckt. Essenz: kein Internet, keine Regelung. Heizungsthermostat, Fensterlüftung, Kaffeemaschine, Körperfettwaage… nichts, was da dran hängt, funktioniert noch. Von Sicherheits- und Datenschutzaspekten fangen wir gar nicht erst an.

Der geneigte Ingenieur fragt sich natürlich, was der Quatsch soll. Und er ist nicht allein, die Redakteure und Autoren der c’t taten es auch. Sie haben ordentlich hingelangt und sechs Projekte gebaut. Mich hat vor allem die Wifi-Steckdose bzw. -Schalter interessiert.

Ich hab mich für den Anfang für einen Sonoff Basic und Sonoff TH10 mit Temperatur- und Feuchtesensor entschieden. Dazu kommt noch der FTDI-USB-UART.Damit bleibt der Preis im Rahmen und ich hab was zu fummeln.

Herz der Geräte ist jeweils ein ESP8266. Die Chinesen waren sehr freundlich beim Leiterplatten-Entwurf: Es sind alle nötigen Anschlüsse fürs Flashen auf Lötaugen rausgeführt. Die Leisten sind flott eingelötet. In meiner Computer-Grabbelkiste finde ich noch ein paar Jumperkabel aus diversen Hausschlachtungen alter Rechentechnik.

Auf meinem Rechner ist unter Ubuntu die Arduino-IDE schnell installiert. Nachdem ich RX und TX korrekt gekreuzt hatte, ließ sich der erste Test-Sketch auch einfach auf den ESP laden. Da hat er dann einfach vor sich hingeblinkt. Schön.

Den Sketch für die Wifi-Steckdose hab ich auf Webinterface konfiguriert gelassen. MQTT wäre auch möglich, aber ich hab keinen Broker im Netz. Der wird mal aufm Raspi in der USB-Ladestation laufen. Zum Rumspielen reicht es erstmal. Also, Sketch drauf auf’s Sonoff Basic: ging. *freu*

Der Versuch mit der Sonoff TH10 verlief ähnlich erfolgreich. An Pin14 hängt der Temperatur-/Feuchtesensor – ein DHT22. Adafruit hat eine Bibliothek für die 1-Wire-Sensoren. Ich hab einfach die Status-Webseite des Gerätes modifiziert: bei jedem Aufruf wird Temperatur und Feuchte gelesen. Meist klappt es, allerdings schwanken die Werte stark und manchmal kommt auch NaN. Offenbar spielt der Sensor nicht so recht mit – werde ich nochmal hinterhergucken.

Danke c’t, für den einfachen Einstieg in meine Heimautomatisierung :)

(swg)