Archives for category: frickelig

Prinzipiell halte ich mich ja von den sozialen Netzwerken und den großen Datenkraken fern. Weder hab ich facebook, noch irgend einen seiner einkassierten Ableger. Auf google hab ich eine Mailadresse (für Müll), aber google+ hab ich nie benutzt. Tut auch sonst kaum jemand, weswegen google den Krams jetzt abschaltet.

Was ich wirklich benutze, ist der google-Account mit Youtube. Was man da sonst als “trending” angezeigt bekommt, spottet jeder Beschreibung. Ich brauch echt meine Filterblase.

Und dann wäre da noch der Kalender. Google kennt jeden unserer Termine. Es ist ja auch unglaublich einfach zu nutzen, zu syncen und mit dem Webinterface hat man immer und überall Zugriff, auch ohne Handy. Ein Dorn im Auge ist mir das trotzdem schon lange: Googles wegen.

Aber wie ändern? Eine komplette Owncloud installieren? Gedacht hab ich das vor ein paar Jahren schon. Etwas Recherche zeigte erstmal, dass das nicht komplett freie Software ist und es schien auch massig Probleme zu geben. Neue Probleme brauchte ich nicht. Also blieb erstmal alles, wie es war.

Neulich hat Roman mir dann was empfohlen: Baikal. Das synchronisiert als Zentrale alle Kalender per Caldav und benötigt selbst kaum Ressourcen. Was mir dennoch fehlt, ist ein Webinterface. Das ist schon irgendwie Pflicht, meine Termine will ich nicht nur im Handy zurecht frickeln.

So’ne richtige Cloud wäre ja schon cool, so mit Dateiablage, Kontakten und dem Kalender natürlich. Inzwischen wurde Owncloud von einem der Gründer geforkt. Nextcloud ist komplett freie Software und es gibt ‘ne Menge Tutorials, sogar für den Raspberry Pi.

Mein Raspi in der Ladestation im Küchenschrank ist damit wohl aber überfordert, das ist noch ein 2B+. Als Küchenradio und WLAN-AP im Hof reicht er, für mehr aber auch nicht. Ein 3B+ ist schnell bei Conrad geholt. Zwei Tage Kind-krank spielen mir in die Hände, dann ist alles installiert (ganz frei von Stolperfallen ist das nämlich trotz aller Tutorials nicht). Bei Strato richte ich noch eine Dyndns-Subdomain ein und der Zugriff von außen klappt auch.

Damit ist der Google-Kalender nun endlich Geschichte.

(swg)

Auf ebay-Kleinanzeigen ist mir ein kleines 7″-HDMI-Display über den Weg gelaufen. Kurz verabredet: meins – das Ding läuft natürlich auch.Ich denke nicht, dass ich das Teil wirklich an meinem Küchenradion/Ladestation/HofWifiAP-Raspi betreiben werden. Da schließe ich wohl doch lieber einen Monitor an. Nein, das Teil wandert in ein anderes Projekt: Das Womo braucht einen Rückspiegel bzw. einen Monitor für die Rückfahrkamera.

Aber die Station musste nochmal raus. Erstens hab ich festgestellt, dass ich den Raspi nicht ohne weiteres neu starten kann, wenn er sich mal festrennt. Also Schalter rein. Und das LAN-Kabel ist fest. Blöd, wenn die Station mal raus muss. Ein großes rundes Loch reicht zum Ab-/Anstecken von draußen. Nicht zuletzt war der Raspi per Kabel an einer 230 V-Anschlussdose an der Küchenwand fest angeschlossen. Hirnrissig im Nachhinein, aber jetzt hab ich vier Steckdosen an der Küchenwand und der Ladestation hab ich einen Schuko-Stecker verpasst.

Jetzt muss ich noch rausfinden, warum meine 8 USB-Ladeanschlüsse gerade keinen Saft haben.

(swg)

Ich gebe zu, ich habe meinen Heimserver – läuft unter Debian – ziemlich lange vernachlässigt. Er ging ja. Jetzt hab ich mal Updates gezogen – es kamen über 1 GB.

Ziel war eigentlich, ein Dokuwiki zu installieren, bei dem mir noch ein php-Paket fehlte. Nebendran ist auch noch ein Mediawiki installiert, in dem ich angefangen habe Projekte, Basteleien und Möbelbau zu planen und zu dokumentieren. Das hab ich mal vor einer halben Ewigkeit installiert, immer mal befüllt, aber den Unterbau nicht wirklich upgedatet. Bis jetzt.

Auch diesmal hat mich Debian wieder hinterrücks angeschossen: php 5.x war weg und dafür php 7 am laufen. Nix Wiki – weder das Media- noch das Dokuwiki. Klar stand das sicher irgendwo in der Liste von Aptitude, dass er das vorhat. Nervig ist das trotzdem, ganz zu schweigen von nutzerfreundlich. Also erstmal alle zurückfummeln und nicht mit der eigentlichen Aufgabe beschäftigen…

Das war der Grund, warum auf dem Desktop jetzt Ubuntu läuft. Da die aber auch anfangen, solche Sperenzchen zu machen, versuch ich es auf dem nächsten Desktop mit Arch Linux. Beim Server mit all seinen laufenden Diensten bin ich einfach zu träge und will dafür gerade keine Zeit aufwenden – und die Schmerzgrenze ist auch noch nicht überschritten.

(swg)

…so könnte man es derzeit zusammenfassen. Mir war noch kurz vorm Urlaub aufgefallen, dass wir unser Womo nun schon über zwei Jahre besitzen. Das bedeutet, TÜV und Gasprüfung sind fällig. Eigentlich sollte das kein Problem sein. Dachte ich.

Ein Anruf beim Caravan Service verhieß, das Womo “mal ne Woche hinstellen”. Nun wollte ich die Solaranlage noch verkabeln und lieber einen direkten TÜV-Termin. Also nächste Kfz-Werkstatt angerufen. Da konnte ich auch einen Termin kriegen, sodass ich nur zwei Tage auf’s Womo verzichten muss. Gebongt.

Und dann kam der Anruf. Der enthielt Worte wie “irreparabel”, “Wirtschaftlicher Totalschaden” und “TÜV auf gar keinen Fall”. Der Unterboden vom Aufbau sei durchgefault. Ich hab mir das zeigen lassen. Ja, von der unteren Bodenschicht löste sich die erste Lage des Sperrholzes an zwei Stellen. Aber “faul” sah das für mich nicht aus. Gesagt hab ich dazu nix, meinen Kostenvoranschlag bezahlt und heim. Maria war am Boden zerstört.

Zum Caravan Service wollte ich trotzdem noch – schließlich braucht man bei Gesundheitsschäden immer eine Zweitmeinung. Den Urlaub an der Nordsee haben wir trotzdem schonmal auf Zelt umgebucht. Im Freundeskreis fand sich auch Dachträgerzubehör für die Fahrräder. Eigentlich wollte ich so eine Ochsentour mit dem BMW nicht mehr machen – der ist dieses Jahr 20 geworden…

Ich hab mit Maria noch “blöde” Witze gerissen: ‘…und dann gibt’s doch einfach TÜV’. Und was krieg ich beim Caravan Service zu hören? “Hab ich mir dramatischer vorgestellt…” und “nicht schön, muss man was machen, so im Herbst…” und nicht zuletzt “…machen wir TÜV drauf.” *narf*.

Es hat dann auch bis Mittwoch geklappt. Ich hab mich bei Fritz Berger mit Dekasyl und Durchführungsmuffen bewaffnet, damit ich die Solarpanele anschließen kann. Während Maria am Freitag alles notwendige zusammengesammelt hat, hab ich den Küchenschrank ausgebaut, bin übers Womodach gekrochen, hab Kabel gezogen und den Solarregler verbaut. Selbst der Küchenschrank war schnell wieder an seinem Platz – der hatte zum Kabel durchs Dach ziehen weichen müssen. Es lief wie am Schnürchen, endlich mal.

Wir sind – wie üblich – deutlich später aufgebrochen, als geplant. Aber bis Magdeburg wollten wir noch, damit die Fahrt bis nach Norddeich am Samstag nicht mehr ganz so weit ist.

(swg)