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Ich verkabel ganz gerne Elektrik passend. Das Gewirr an Strom- und anderen Kabeln ist einfach hässlich und ein elender Dreckfänger. Staubwischen? Keine Chance! Hinter meinen beiden Monitoren im Wohnzimmer wollte ich eine Verteilerleiste anbringen, in denen die Monitore stecken – mit Schalter zum Strom sparen. Dazu noch Platz für den occasionally raspberry oder den Lappi bei Heimarbeit.

Was dabei nervt: Zum selber verkabeln gibt’s Leisten nur ohne Schalter. Die fertig konfektionierten sind eigentlich immer zugenietet und zu kurz. Oder es fehlt an der Rückseite die klassischer Befestigung, um sie auf Schraubenköpfe zu stecken. Mit etwas Glück sind die auch mal nur zugeschraubt – natürlich mit “Sicherheitsschrauben”. Diesmal war’s ein Tri-Wing Y-type. Online findet man Bit-sets Marke Chinamüll für unter 8,-€ oder was offenbar besseres für deutlich mehr Geld. So ganz hatte ich mich zu dem 75-teiligen Proxxon-Set noch nicht durchgerungen. Zu meiner Überraschung hatte das große, orange Baumarkt-H heute eine preiswerte Lösung für 12,95€:

Wahrscheinlich wäre ein Tri-Wing in Größe 0 noch ganz gut. Für die Steckdosenleiste heute hat Größe 1 gereicht.

@Industrie: spart Euch den Aufwand, es gibt zu Euren Sicherheitslösungen den passenden Dietrich an jeder Ecke.

(swg)

Seit drei Tagen sucht Jannika vergeblich ihren Schnuller. Das der fehlt, fällt ihr immer erst im Bett ein. Vielleicht hätte Sie das Ding einfach nicht verschmeißen sollen. Nulli

Mein kleines schlaues Kind versteckt den Schnuller nämlich, damit ihn die Schnullerfee nicht findet. Brav abgeben, um ihn abends wiederzukriegen, kommt nämlich nicht in Frage – ganz im Gegensatz zu Alina, die ihren immer hergegeben hat. Sie glaubt ganz fest an die Schnullerfee – schließlich hat sie ein Geschenk von ihr bekommen, als sie ihren Schnuller abgab. So viel Vertrauen hat Jannika nicht in irgendeine komische Fee und versteckt ihn lieber.

Leider hat mein kleines Eichhörnchen vergessen, wo sie den Schnuller versteckt hat. So wirklich brauchen tut sie ihn ja nicht. Zwar jammert sie abends kurz um ihren “Nulli”, aber dann fügt sie sich. Schlechter zur Ruhe kommt sie schon, sie wurschtelt was in in ihrem Bettchen rum…! Mit etwas mehr Theater hätte ich je gerechnet. Die letzten Wochen ist sie jedenfalls sofort losgestürmt, wenn wir nach Hause kamen und hat sofort “Mein Nulli! Mein Nulli” geholt.

Auch wir haben den Schnuller schon vergeblich gesucht. Heute Abend hat ihn Maria dann entdeckt. Ob der wirklich versteckt war, so unterm Bett im Spielzimmer… Ich denke, der bleibt auch verschwunden. Jedenfalls, wenn Jannika wirklich weiter ohne das Ding auskommt.

(swg)

Als wir letztes Mal im Reisezentrum der Bahn waren, sollte für mich zu Marias Bahncard 50 eine Partner-Karte gebucht werden. Das klappte recht problemlos, auch wenn sich das ganze am Schalter einfach endlos hin zog. Kurz darauf kamen Emails, es gebe ein Problem und meine Bahncard 25 sei storniert. Wir sollten im Service anrufen. Dort klärte man uns auf, dass ich nur eine Bahncard 50 als Partnerkarte dazu bekommen könnte. Lohnt sich für mich nicht. Dann leg’ ich für die 25er lieber 20,-€ drauf und buch die so. Für die Umstände bekam Maria immerhin 100 Punkte gutgeschrieben. Nett, das enspricht einer Freifahrt in Deutschland.

Gestern dann der Versuch, meine Bahncard zu bekommen und für Maria noch eine Monatskarte. Als erstes verschwand die freundliche Servicekraft zwecks Rückfragen nach hinten, dann war die Aktion Doppeldeal im System nicht auffindbar (und blieb es – kein Wunder bei dem unübersichtlichen Texthaufen von Interface). Dazu noch eine Namensverkrüppelung auf der ausgestellten Monatskarte – eine dreiviertel Stunde war dann weg.
Es blieben alle immer freundlich und bemüht – das ist aber irgendwie kein Satz, den man in der Bewertung von Service lesen will. Unter Zeitdruck wäre das alles wesentlich unangenehmer gewesen.

(swg)

Wir würden nicht sagen, dass unser Alltag nicht funktioniert. Klar bleibt einiges liegen, manches auf der Strecke und oft genug könnte es etwas gemütlicher sein. Irgendwie geht’s schon. Beide pendeln wir jeden Tag eine Wegstunde zur Arbeit und eine zurück. Zeit wird da knapp und ist eigentlich ein kostbares Gut geworden. Für die Kinder ist so ein 9-Stunden-Tag in der Kita auch einfach anstrengend – danach sind die ziemlich breit. Und spätestens wenn es abends ans “müssen” geht, kippt dann manchmal die Stimmung.

Besonders Jannika merkt man es gerade an: Wahrscheinlich macht sie gerade einen Entwicklungsschritt. Jedenfalls kann sie sich auf überhaupt gar nichts konzentrieren. Man spricht mit ihr, aber es kommt nicht an. Drei, zwei, eins: schon plappert sie irgendwas drauf los, was sie einem gerade unbedingt erzählen/zeigen muss. Goldfisch.

Deswegen haben wir gestern darüber gesprochen, was jedem von uns abends wichtig ist – und was wir doof finden. Fünf Dinge haben wir zusammengetragen, die wichtig sind
* ohne Gezeter duschen und
* Zähne putzen (Maria)
* Sandmann | Paw Patrol | wirsehnunsunterwegs gucken (Alina)
* In Ruhe Abendbrot essen (Stephan)
* Kuscheltiere & Feuerwehrkissen & Schnuller finden (Jannika).
Und die haben wir dann gemalt und an die Badtür geklebt.

(swg)