Archives for the month of: März, 2018

Weil ich die beiden Futterhäuser aus Milchkartons gerade hier hab – nachfüllen ist angesagt – kann ich ja kurz zeigen, wie’s geht:

Kurz überm Boden werden zwei Löcher gebohrt, für den Landeplatz. Die gegenüberliegenden Ecken schneidet ihr kurz darüber mit einem scharfen Sägemesser ein und klappt sie nach innen.Die Zeit fürs Dach aus einem zweiten Milchkarton solltet ihr Euch nehmen, sonst regnet’s unten aufs Futter und steht dann voll Wasser.Macht das Loch für den Deckel schön knapp, dann wird das Dach gut festgehalten. Noch einen Draht oben durchstechen – fertig.

Ich verfütter gerade jede Woche knapp ein Kilo Streufutter im Hof. Das zweite Futterhaus hatte ich ja in einen Baum gehängt. Offenbar macht der Standort viel aus – im Gegensatz zum ersten im Gesträuch verschwand eher wenig Futter. Letzte Woche hab ich es auch in ein dichtes Gesträuch gehängt, und siehe da: nach einer Woche ist es leer, wie das andere auch.

(swg)

Irgendwann im späten Herbst hatten wir beim Versandhaus mit der Kaffeerösterei bestellt, was man in der schmuddeligen Jahreszeit so braucht. Neben Matschhosen, Jacken und Mützen war natürlich etwas mehr in den Warenkorb geschlüpft: eine Blätterpresse. Nach kurzer Begutachtung ging das Teil zurück – zwar sehr hübsch, aber mit 18 cm Kantenlänge einfach zu klein.

Im Prinzip ist das kein kompliziertes Ding, wenn man es selbst baut. Und dann hat es auch gleich die richtige Größe:

  • 2x Sperrholz Buche 31×31 cm & 6 mm stark,
  • 4 Schlossschrauben M6x80,
  • 4 Karosseriescheiben,
  • 4 Schraubknöpfe,
  • Wellpappe & Löschpapier und
  • das gewisse Etwas.

Letzters hab ich mir im Fontanum dazufügen lassen: Dort haben sie die Möglichkeit mit Laser zu gravieren.Die Laser-Vorlagen hab ich mit Inkscape aus im Internet gefundenen Bildern erstellt.

Eigentlich braucht das Fontanum Corel Draw-Dateien, aber SVG bekommen sie auch importiert.Aus den Knöpfen kann man die Deckel einfach rausdrücken. Mit einem 7,5 mm-Bohrer hab ich die “gelocht”.

Insgesamt sind 5 Blätterpressen entstanden – da hat es sich gelohnt einen Anschlag für die Ständerbohrmaschine zu sägen. Damit landen die Löcher so in den Ecken der Bretter, das alle untereinander passen. Die Schlossschrauben stecken nach dem Zusammenschrauben von selbst fest im jeweils unteren Brett. Damit das Sperrholz nicht zu schnell unansehnlich wird, hab ich es mit Arbeitsplattenöl behandelt.

Fertig gebaut und gelasert hatte ich alles erst im Dezember, auch weil das Fontanum ein volles Auftragsbuch hatte. Aber auch im Frühling gibt es viel zu pflücken und zu sammeln, das man pressen kann.

Zwei der Blätterpressen hab ich Alina mit in ihre Kita-Gruppe gegeben. Die Freude war groß :) Wenn Janni von der Krippe in den Kindergarten wechselt, bekommt sie auch zwei für ihre Gruppe.

(swg)

“…das ist alles gar nicht meine!” Frei nach Die Prinzen binden sehr viele Hersteller von Heimautomatisierung und IoT-Gadgets an ihre jeweilige Cloud. Klar ist es praktisch, den eigenen haussteuernden Elektronikzoo so einfach und immer und überall im Griff zu haben. Leider geht damit einher, das oft die gesamte Regel-Logik und Datenerfassung beim Hersteller in der Cloud steckt. Essenz: kein Internet, keine Regelung. Heizungsthermostat, Fensterlüftung, Kaffeemaschine, Körperfettwaage… nichts, was da dran hängt, funktioniert noch. Von Sicherheits- und Datenschutzaspekten fangen wir gar nicht erst an.

Der geneigte Ingenieur fragt sich natürlich, was der Quatsch soll. Und er ist nicht allein, die Redakteure und Autoren der c’t taten es auch. Sie haben ordentlich hingelangt und sechs Projekte gebaut. Mich hat vor allem die Wifi-Steckdose bzw. -Schalter interessiert.

Ich hab mich für den Anfang für einen Sonoff Basic und Sonoff TH10 mit Temperatur- und Feuchtesensor entschieden. Dazu kommt noch der FTDI-USB-UART.Damit bleibt der Preis im Rahmen und ich hab was zu fummeln.

Herz der Geräte ist jeweils ein ESP8266. Die Chinesen waren sehr freundlich beim Leiterplatten-Entwurf: Es sind alle nötigen Anschlüsse fürs Flashen auf Lötaugen rausgeführt. Die Leisten sind flott eingelötet. In meiner Computer-Grabbelkiste finde ich noch ein paar Jumperkabel aus diversen Hausschlachtungen alter Rechentechnik.

Auf meinem Rechner ist unter Ubuntu die Arduino-IDE schnell installiert. Nachdem ich RX und TX korrekt gekreuzt hatte, ließ sich der erste Test-Sketch auch einfach auf den ESP laden. Da hat er dann einfach vor sich hingeblinkt. Schön.

Den Sketch für die Wifi-Steckdose hab ich auf Webinterface konfiguriert gelassen. MQTT wäre auch möglich, aber ich hab keinen Broker im Netz. Der wird mal aufm Raspi in der USB-Ladestation laufen. Zum Rumspielen reicht es erstmal. Also, Sketch drauf auf’s Sonoff Basic: ging. *freu*

Der Versuch mit der Sonoff TH10 verlief ähnlich erfolgreich. An Pin14 hängt der Temperatur-/Feuchtesensor – ein DHT22. Adafruit hat eine Bibliothek für die 1-Wire-Sensoren. Ich hab einfach die Status-Webseite des Gerätes modifiziert: bei jedem Aufruf wird Temperatur und Feuchte gelesen. Meist klappt es, allerdings schwanken die Werte stark und manchmal kommt auch NaN. Offenbar spielt der Sensor nicht so recht mit – werde ich nochmal hinterhergucken.

Danke c’t, für den einfachen Einstieg in meine Heimautomatisierung :)

(swg)

Es ist hundekalt geworden – zehn Grad unter null und drunter. Bisher werden die alten Futterhäuser, die bei uns an ein paar Bäumen hängen, von den Vögeln nicht so recht angenommen. Das vorn an der Straße blieb gänzlich unberührt. Und auch nachdem ich es in den Hof gehängt hatte, blieb das Futter lange drin liegen. Wirklich gut anfliegen konnte die Vögel es auch nicht. Aber das, was ich aus zwei Milchkartons gebastelt hab, das ist sehr schnell leer! Ich hab’s direkt in ein großes Gesträuch im Hof gehängt – ein halbes Kilo Streufutter werd ich da in der Woche los. Deswegen hab ich jetzt noch ein zweites gebastelt und in den Hof gehängt.Im Baum ist es etwas besser sichtbar, als das andere. Mal gucken, ob das Haus selbst oder der Standort die Attraktivität ausmachen. Drei Meisenringe hab ich noch verteilt, ma’ gucken.

(swg)

PS: Ich wollte vom Balkon sehen, ob eventuell die ersten Piepmätze kommen. Alina wollte mit. Über eine halbe Stunde lang hat sie in der Eiseskälte runter geguckt – einfach nur Vögel beobachten – und das mit erstaunlicher Ausdauer.