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Eine Woche familienfrei. „Was damit anfangen?“ ist keine Frage, die sich stellt. Von Wohnung bis Keller gab es genug zu tun. Versaut hab ich mir das Ganze eigentlich mit Arbeit. Jeden Tag ein bisschen länger gemacht, damit auch mal wieder plus aufs Stundenkonto wandert. Schön war das nicht, es hat nur geschlaucht. Samstag war ich dann einfach nur den ganzen Tag todmüde. Immerhin haben die Kinder jetzt Bücherboards an ihren Betten. Damit liegen die Gute-Nacht-Geschichten jetzt nicht mehr in und vor den Betten herum. Ganz wunderbar haben sich die Bilderleisten Moslanda von IKEA geeignet. Und der Halter für den Fahrradkindersitz ist an die Fahrradkellerwand geschraubt.

Da ich Donnerstag nicht zum Nachhause-Fahren-mit-Fahrrad kam, hab ich das Freitag nachgeholt. Das ist ein wenig Glücksspiel, weil ein Stau bei Wilsdruff dazu führt, das alle versuchen über die Eine neue Strecke hab ich mir auch ausgeguckt. In Wilsdruff fahre ich nicht über den Markt, sondern biege rechts nach Grumbach ab. Ab Grumbach kann man dann der alten Kesselsdorfer Straße folgen – die ist zur Hälfte weggefräßt, die andere ist ein reiner und breiter Fahrradweg.Große Karte

Gegen fünf hat es dann aufgehört zu regnen. Läuft. Genau bis Pesterwitz. Beim Abbiegen reicht der Grip nicht mehr und ich überquere die Kreuzung sehr flach. Ich bin heil froh, lange Klamotten anzuhaben. Eine geprellte Hüfte und ein Ziehen in der Schulter. Kaputtgegangen ist nichts weiter, auch am Fahrrad nicht.

Nachtrag: Ist doch bissel was kaputt gegangen, nämlich der Lowrider. Mir hat es das Gewinde aus der Gabel gezogen. Da brauch ich erst mal’n Helicoil :(

(swg)

Manchmal stolpere ich über Zeuch und dann … Dann guck ich’s mir nochmal an, vielleicht hab ich da was falsch verstanden. Vielleicht übertreib ich ja. Und außerdem sind die Kinder erst zehn oder elf, die das da geschrieben haben. Aber im Amtsblatt steht sowas ja nicht, wenn da nicht nochmal einer drüber geguckt hat. Und die Exkursion der Klasse 4b hatte wirklich ein spannendes Programm „Auf den Spuren von Erich Kästner“ und seinem Buchklassiker „Emil und die Detektive“. Stadtrundfahrt mit Lottchen, ‚Verbrecherjagd‘ im Großen Garten und Lesenacht mit Übernachtung in einer Schule.

Und bei der Verbrecherjagd ging das so (schrieb eine Schülerin):

Am 27.04.2017 fuhr meine Klasse zur Exkursion nach Dresden. Im Großen Garten trafen wir uns mit dem Stadtindianer für eine Verbrecherjagd. Er erzählte von sich, was er sonst so machte. Spannend wurde es, als er von einer Verbrecherbande berichtete. Wir teilten uns in Gruppen auf. Der Veranstalter gab jeder Gruppe eine Karte von einem Gebiet. Wir mussten zur Eicherwiese. Zuvor wies er noch darauf hin, dass wir uns vor grün angezogenen Menschen unauffällig verhalten sollten, weil sie mit zur Bande gehörten. Auf der Karte waren Tatorte zu sehen. Wir sollten Beweise sammeln gegen die Bande. Wir machten uns an die Arbeit und fanden Süßigkeitspapier, Zettel mit Polizistenbeleidigungen, einen toten Briefkasten mit einer Nachricht und einen Ort, der ein Kindergefängnis sein sollte. In der vorgegebenen Zeit liefen wir 21 von 23 Tatorten ab. Wir erreichten den Treffpunkt mit etwas Zeitverzögerung, aber kamen doch noch rechtzeitig zur Auswertung. Dort stellte uns Herr Müller Fragen, die wir auch beantworten konnten. Er war der Täter. Hättet ihr das erwartet? Wir durften ihn verprügeln. Als wir damit aufhörten, bekamen wir Bonbons. Später verabschiedeten wir uns und es ging zurück …“


Wahrscheinlich ist das viel zu drastisch ausgedrückt. Wahrscheinlich versteh ich das total falsch. Wahrscheinlich seh‘ ich das viel zu eng. Wahrscheinlich bin ich einfach viel zu spießig. Einfach auf’s Maul hauen, ist doch effektiver! Andererseits war das in Dresden…

(swg)