Archives for the month of: September, 2016

Kaum sind wir wieder zu Hause, müssen wir schon wieder weg. Unten am Volkspark haben die Bauarbeiter eine 5-Zentner-Bombe gefunden. Für uns heißt das: Evakuierung.

Gegen 15:00 Uhr hat eine Nachbarin uns beschied gesagt. Unser Tag ist gelaufen. Wir suchen unsere 7 Sachen zusammen und googeln. Ein Bürgertelefon findet sich und man sagt uns, das wir mit ziemlicher Sicherheit raus müssen. Gegen vier haben wir alles im Womo beisammen und können los. (Der BMW hat seine Batterie bei 8 Wochen Standzeit mal wieder platt gemacht, trotz gezogener Radio-Sicherung -.-)

Wir sagen Nachbarn bescheid und auch Leuten, denen wir vorm Block begegnen. Geil finde ich ja Reaktionen wie „Ach, wir lassen’s mal auf uns zukommen…“ oder „isch geh hir ni weg!!“. Das sind genau die Pappnasen, die dafür sorgen, dass ich die ganze Nacht wegbleiben muss, statt einfach nur den Abend! Danke Euch!

Halb zehn hat man endlich einen Fahrdienst für die Gehbehinderten aufgetrieben. Es hat dann noch bis 22:15 Uhr gedauert, bis endlich auch die letzten herumirrenden Dödel aus dem Sperrbereich vertrieben sind – 7 h, wenn man den Einsatzbeginn der Polizei rechnet 6&bsp;h für 2000 Leute. Die Entschärfung der Bombe hat ganze 45 Minuten gedauert, 23:00 Uhr ist es geschafft.

(swg)

Sorry, zu privat für die Öffentlichkeit. Vielleicht klappt’s nach dem Login?

nur die Wurst hat zwei.

Was wir nach unserem Skandinavientripp schon mal ganz ohne weiteres Nachdenken sagen können: Wir kommen wieder! Besonders Norwegen ist unfassbar schön. All die Dinge, die wir diesmal nicht so intensiv konnten – Museen, Wandern ins nirgendwo, etc. – werden wir dann in Angriff nehmen. Die Hardangervidda muss man einfach besucht haben, denke ich. Es gibt noch so viel mehr, aber bleiben wir erstmal beim gerade erlebten:

Unsere Runde hat Maria ganz fleißig mitgeschrieben, wo wir entlanggefahren sind, was wir angesehen haben und wo wir übernachtet haben – die Karte ist hier (aber nur für angemeldete).

Für die Eckdatenfreaks unter Euch: Wir haben

  • 640 L Diesel verbraten,
  • 5999 km, im gesamten Urlaub 6860 km,
  • in 46/49 Tagen zurückgelegt,
  • 11 Fähren und ungezählte Tunnel und Brücken benutzt,
  • 20 Nächte auf Campingplätzen und 2 auf bezahlten Stellplätzen verbracht,
  • 4x Wäsche gewaschen,
  • einen Tritthocker und eine Toilettenkassette eingebüsst,
  • 5 komplett verregnete Tage erlebt,
  • ~5600 Fotos geschossen,
  • ca. 5000,-€ ausgegeben und
  • eine unbezahlbar schöne Zeit erlebt!

(swg)

Schon gestern Abend hatten wir entschieden, dass die 8:00 Uhr-Fähre einfach nicht zu kriegen sein wird. Es hätte einen Gewaltakt an Vorbereitungen benötigt. Vom Schnitten schmieren bis Taschen packen (für den Aufenthalt auf der Fähre, man kann ja nicht ans Auto) hätte alles noch am Abend erledigt werden müssen. Zu viel zusätzlicher Stress zu einer eventuell nicht mal geruhsamen Überfahrt. Nein danke! Stattdessen buchen wir die Mittagsfähre und bereiten unsere Abreise aus Skandinavien in aller Ruhe vor. Fangen wir mit einem gemütlichen Frühstück an.Die Kinder dödeln vorm Womo herum, wir sind vollauf beschäftigt.Einmal gehen wir noch an den Strand. Irgendwo da hinten wird unsere Fähre anlegen, die uns zurück nach Deutschland bringt.Einen Abstecher nach Trelleborg machen wir noch, Kleinigkeiten einkaufen, einen Geocache einsammeln und irgendwie die Wehmut überwinden, jetzt doch Skandinavien verlassen zu müssen. Das will dann nicht so richtig gelingen.

Mit dem Kilometerstand 151.880 km stehen wir an der Fähre.Damit haben wir ziemlich genau 5.999 km auf skandinavischem Boden zurückgelegt. Das ist fast so gut, wir genau 6.000 km.

Halb eins verschluckt uns die Fähre als letztes Fahrzeug.Diesmal ist es deutlich ruhiger auf der Fähre. Mit uns reisen noch zwei weitere Familien in ihrer sinnvoll ;) genutzten Elternzeit.

Die Überfahrt ist deutlich kurzweiliger, wir unterhalten uns nett. Offenbar haben wir mit unserem Womo-Kauf ganz gut kalkuliert. Mieten wäre dieses Jahr in der Größe wohl unter 100,-€ am Tag nicht drin gewesen – und das auf 7 Wochen hochgerechnet… Die Kohle wäre einfach futsch. Einer unserer Mitreisenden hat es versucht und dann lieber gelassen. Ne Ferienwohnung irgendwo an der Ostsee zu kaufen ist ja auch keine schlechte Option :)

Währenddessen sind Alina und Jannika beschäftigt.Frische Luft brauchen wir zwischendurch auch. Jannika versucht wieder freihändig und alleine zu laufen.Ist aber sehr anstrengend für sie.Großartig, wie unser großes Kind abschalten kann…Aber ab und an sorgt das Bällebad für Bewegung.Rostock kommt schneller in Sicht, als erwartet. Das Wetter ist nicht so dolle, ist uns aber etwas egal.Während der Überfahrt haben wir entschieden, einfach so weit südlich zu fahren, wie wir durchhalten. Auf irgend einem Rastplatz halten wir für ein kleines Abendbrot. Da kann ich auch die Fahrräder wieder hinten drauf schnallen – der gesparte Meter Länge hat auch Fährgeld gespart.

Das man sich wieder in Deutschland befindet – auf der Autobahn – sieht man an den sich gegenseitig bedrängenden Trotteln. Es kann wie immer nicht schnell genug gehen. Naja, willkommen in der Heimat. Wir schaffen es bis auf den Parkplatz von Karls Hof bei Berlin. Da wollen wir morgen rein. Die Kinder betten wir einfach um, die schlafen beide weiter. Wir jetzt auch.

(swg)