Archives for the month of: September, 2013

greift Dresden an.(ist halt noch früh am Morgen…)

(swg)

Stillstand hurra…

(swg)

Update 23.9.

Ok, die CDU hat es nicht geschafft, die absolute Mehrheit im Bundestag zu erringen. Ganz knapp. Damit, und mit dem Rausschmiss der FDP, sind alle positiven Punkte dieser Wahl abgehakt. Ansonsten: kein Mindestlohn, keine Reform des Gesundheitssystems (die den Namen verdienen würde), keine Gleichberechtigung schwul-lesbischer Paare, keine Reform des Rentensystems, keine progressive Energiepolitik, keine vernünftige FinanzSchuldenpolitik, Überwachung, aus dem Ruder laufende Geheimdienste, … ach es gäbe so viel zu verändern. Offenbar meinen die meisten Deutschen aber, „die macht das doch ganz gut“ und verkennen dabei vollkommen, dass die werte Frau Merkel bisher schlicht immer abgewartet hat, bis die Ereignisse einen ihrer Minister überrollten und der auf die Mütze bekam. Mit der Regierung brachte sie niemand in Verbindung, „Mutti“ tronte einfach über allen und formte Allgemeinplätzchen und backte sie in Heißluftblasen á la „Wir müssen eine gemeinsame Lösung finden…“.

Woran liegt das? So gut geht es den Deutschen nicht – nicht mal im europäischen Vergleich. Und die Schere zwischen allen ist weit auseinander gegangen. Reicht es, immer wen zu haben, auf den man runtergucken kann, weils dem viel scheißer geht, als einem selbst? Und was soll ich davon halten, das Jung- und Erstwähler Mehrheitlich zur CDU gerannt sind? Eine Anekdote aus dem Freundeskreis – Gespräch mit einem 17-jährigen: Er würde, wenn er wählen dürfte, die Merkel wählen. Quintessenz von vielen Warums war am Ende: Er kannte niemand anderen. Er! kannte! niemand! anderen! Für jeden Scheiß, braucht man in diesem Land einen verf..ten Schein: zum Autofahren, zum Segeln, zum Fliegen, zum Übungsleiter in ’nem Sportverein, sogar – und man halte sich fest! – wenn man einen Strick mit Haken am Ende eines Stockes in eine öffentliches Gewässer halten will, braucht man einen Erlaubnisschein. Aber wählen darf jeder, dessen Lebensleistung darin besteht, sich 18 Jahre lang nicht überfahren zu lassen… (und da hat Pispers recht)

Das wird ein Spaß die nächsten vier Jahre. Bin ja gespannt, wer mit der CDU kopukoalieren wird. Und rot-rot-grün kann man sicher abschreiben, allzu laut „nääääääää!!!“ hat die SPD ja schon im Wahlkampf getönt. Andererseits: viel Glaubwürdigkeit hat die SPD nicht mehr einzubüßen. Was wär schon ein weiterer Schritt diametral entgegen jeder Ansage vor der Wahl? Egal, vermutlich.

(swg)

Sorry, zu privat für die Öffentlichkeit. Vielleicht klappt’s nach dem Login?

Wir haben unser Kind in der Krippe abgeliefert und machen uns einen hübschen Tag: Belantis bei Leipzig ist unser Ziel. Es ist mehr oder weniger ein Chemiker-Ausflug, bis auf meine Wenigkeit sind alle aus dem IPF.

Punkt neun brechen wir auf. Es regnet zwar, aber so sehr nun auch wieder nicht. Außerdem soll das Mistwetter nach Osten ziehen, gen Leipzig fahren wir also der Sonne entgegen. Eine Stunde später stehen wir vorm Kassenhäuschen. Wir sind zwölf, es fehlen uns drei, damit wir eine Gruppenermäßigung bekommen. Eine kurze Umfrage unter den Umstehenden verschafft uns drei weitere: Damit fällt der Preis pP. von 24,90 € auf 18,90 €. Los gehts!Vorbei an den Kinderattraktionen lassen wir auch noch die Pyramide stehen – nass wollen wir nicht gleich zu Anfang werden, so toll ist das Wetter auch nicht. An der Säule der Athene machen wir unseren ersten Halt. Drehen tut das Ding sich alleine, nur hochhieven muss man sich am Seil selbst.Oben angekommen kann man dann einmal rumgucken.Lässt man das Seil los reicht es aber nicht mal für ein kribbeln im Bauch, so lahmngsam gehts abwärts.Naja, mit irgendwas muss man ja anfangen. Deutlich spektakulärer sieht das Teil neben an aus: der Götterflug.

Cool ist, das man über seine Rotation Kontrolle mittels der Flügel hat. Mit etwas Schwung schafft man den Überschlag – auch endlos wie der Spaßvogel hier:Wir haben gleich zwei Runden gedreht. Es war einfach nichts los, wir konnten sitzen bleiben. Das Wetter hat dafür gesorgt, das kaum mehr als die organisierten Gruppen mit den Bussen angereist waren. Gleich weiter zum Nächsten, Rutschen. Sieht eigentlich recht unspektakulär aus, ’ne Wasserrutsche auf der man allein oder zu zweit im Schlauchboot runterrutscht. Trotzdem gibt es heftiges Bauchkribbeln auf den linken beiden Wellenrutschen. Großartiger Spaß, da mussten wir ein paar mal runter.Rechts in der Röhre wird man garantiert nass.Wir haben’s ausprobiert: Arschvergleich.Lassen wir uns trockenschleudern im Drachenflug.Wer empfindlich auf dem Innenohr ist, wird das allerdings schon bereuen – uns geht’s allen noch gut.

Einfachen Spaß gibt es auch, die Hoppelfahrräder belustigen uns jedenfalls eine Weile.

Zeit für mehr Äktschn, wir gucken beim Drachenritt vorbei, das ist die kleinere Achterbahn in Belantis. Kribbeln tut das auf jeden Fall, und ganz am Anfang haben die die erste Talfahrt verdammt nah an einer Balkonecke der Burg vorbeigelegt – man zieht unwillkürlich den Kopf ein, wenn man da vorbeirauscht.

Durchs Labyrinth und das Indianerdorf marschieren wir rüber zu Belanitus Rache. Von hier sehen wir unser Tagesziel: Huracan.Fiese Sache, erst wird man hochgezerrt und darf in den Himmel starren, anschließen in den Abgrund. Da fällt man auch richtig, der leichte Überhang machts möglich.
Aber erstmal Belanitus Rache: Hier kneifen die ersten.Nachdem ich meine Fahrt in dieser Riesenschaukel hinter mir hab, kann ich das total verstehen. Mir ist leicht schlecht und ich hab Kopfschmerzen. Das fiese an dem Teil ist, dass sich die Schaukel dreht. Obwohl man dadurch besonders schön auf der Außenbahn in den Sitz und oben ausgehoben wird, verdreht mir das mein Innenohr. Maria geht’s nicht besser und unsere nüchternen Mägen tragen nicht zum Wohlbefinden bei. Ein paar wagen einen zweiten Ritt, dann reichts denen auch.

Zeit, was essen zu gehen (sic!). Fast bleiben wir an der Burg, entscheiden uns dann aber doch für die Grafenstadt. Nicht, dass das Essensangebot hier anders, oder gar besser wäre. XXL-Schnitzel, Pommes, Riesenbratwurst… Fast sieht „Salat classic“ und der „Salat Chicken“ nach einem Lichtblick aus, ist aber eine Plasteassiette mit erstaunlich wenig Grünzeug für 6,50,-€. Cool ist aber: wir kommen aber rechtzeitig zu den Ritterspielen.

Es finden sich nach ein wenig Überzeugungsarbeit zwei Burgfräuleins – Felix & Josef – und ein Knappe – Damaris. Irgendwie hat man ja dann doch Mitleid mit den Bühnenschaffenden.Nach Jenga mussten die Ritter ihrem König die Steuern eintreiben. Hierzulande treibt man Socken ein. Vielleicht ein Grund, das der Osten etwas hinterher hinkt.Bissel schlau müssen die Ritter auch sein: Bilderrätsel!Natürlich gehört auch Drachentöten dazu, er da musste seinen Kopf hinhalten.Da es am Ende echt knapp ausging, haben alle ihren Ritterschlag erhalten.

Die Sonne ist auch wieder weg, machen wir uns auf, zu testen wie geizig unsere Mägen sind. Ok, wir sind vorsichtig und ziehen zum Piratenschiff. Da kann man sich am Mast baumeln lassen.Geht bissel hin und her und rauf und runter – für leichtes Bauchkribbeln reichts.Selbstgemachte Action mit mehr Schwindel gibt’s in der Kotzmühle aufm Spielplatz.Vor der Huracan können wir uns jetzt nicht mehr wirklich drücken – doch, die Schiffsschaukel nehmen wir noch mit.Und mit Bootchen. Was macht mehr Spaß, als sich gegenseitig nass zu spritzen?!Irgendwann liegt nix mehr zwischen uns und der Huracan. Meine Erfahrung mit Achterbahnen beschränkt sich auf einen Besuch ’92 im Heidepark Soltau: Big Loop. Danach gings mir richtig mies, ich hatte weich Knie und mir war schlecht. Und vorhin, der Drachenritt. Das macht mir etwas Mut, die war eher nicht schlimm. Aus der Nähe sieht’s trotzdem respekteinflößend aus.Hier sind alle noch sehr fröhlich.Hinterher eigentlich auch – und mir geht’s auch gut genug, dass ich nochmal fahren will. Das Pfeifen in meinem Ohr – durch Marias Dauerschrei – ebbt auch langsam ab. Ich glaub, wenn ich sehen kann, wohin es geht, komme ich damit super zurecht. Sobald man mich willkürlich rumschleudert, wie in Belanitus Rache, wird mir übel.

Bleibt noch die letzte Attraktion: die Riesenwasserrutsche Fluch des Pharao.Irgendwie bin ich froh, im zweiten Boot gesessen zu haben – da waren wir nur zu dritt.In der Mitte sitzend wird man nicht so nass.Da strudelt man dann weg.Mir reicht es danach trotzdem erst mal. Ich bin etwas geschafft, muss außerdem noch zurückfahren. Vorn im Schlosskaffee gibt’s bestimmt ’nen Café für mich, und einen Tisch auf den ich temporär mein Haupt ablegen kann…

Der Rest fährt nochmalund föhnt sich danach.Sehr wirkungsvoll heizt und bläst das Teil aber nicht.

Auf dem Rückweg wird doch nochmal das Kinderriesenrad mit Pedalantrieb malträtiert.Nach einer halben Umdrehung müssen die Mädels überzeugend argumentieren, warum sie wieder runter dürfen. Sandra hat ’nen Joker: Autoschlüssel.Wobei man zugeben muss, das Robert hier schon gut gearbeitet hat, das Ding bewegt sich pro Pedalumdrehung fast gar nicht.

Am Eingang gibt es noch was dolles: Segway-Fahren!

Was’n Tag. Wenigstens wissen Maria und ich jetzt auch, dass wir auf jeden Fall vergnügungsparkfest sind. Muss man ja mal ausprobiert haben, so mit Kind und so.

(Maria, swg)