Archives for the month of: November, 2007

Ich bin spät dran heute morgen, ich hab etwas verpennt und etwas getrödelt – es wird aber niemanden stören. Die gleißende Sonne flutet zur Balkontür herein. Ich muss los. Auf der Straße ist die Luft kalt und klar. Aber der Himmel ist hoch und von strahlendem blau. Beschwingt schlage ich den Weg Richtung Uni ein. Etwas vor mir auf dem Fußweg geht eine Mutter mit Kleinkind und Oma, sie spazieren. Was für ein schönes Bild. Ich bin auf ihrer Höhe. «Guten Tag!» grüßt die Ältere freundlich, mein Lächeln wird breiter. «Guten Tag!» gebe ich gutgelaunt zurück, ‚wie freundlich‘ denke ich. «Woll’n Sie nicht mal was lesen?» Mein sonniges Lächeln erfriert: „Erwachet!“ wird mir unter die Nase gehalten. (swg)

Nun ist es zweien aufgefallen und einem zum Verhängnis geworden: das Ablaufdatum der Benutzerkarte wurde in den Emails falsch angezeigt. Leider erkennt slubmagic das nach Ablauf der Benutzerkarte gesperrte Online-Konto nicht. Sorry Frank. Wenigstens die Datumsanzeige hab ich korrigiert, das Erkennen des gesperrten Nutzerkontos korrigiere ich noch, da brauch ich erst eine entsprechnede Benutzerseite mit dieser Systemmeldung.
Um den Bug 008 (Bug 008) hab ich mich noch nicht gekümmert, kommt später.

Link: slubmagic & Installationsanleitung

Nebenbei würde ich mich über Feedback freuen – wenn denn überhaupt andere, als die mir eh bekannten Personen, das Script verwenden.
(swg)

[tags]slub,bibliothek,dresden,bücher,email,benachrichtigung,script,bash[/tags]

Nachdem ich am Dienstag den ersten Snowboardkurs meines Lebens hatte – danke Maik – gings diesmal allein auf die Piste. Leider steigen gerade die Temperaturen wieder, sodass der Schnee pappt und die Sonne tat ihren Teil für harschischen Schnee. Immerhin lag in Holzhau genug der weißen Pracht. Mit dem geliehenen Board (20€/Tag) vom Skihof gings auch ganz gut. Scheinbar bin ich aber zu blöd für den Schlepplift: irgendwo hats mich immer rauskatapultiert. Weiterüben. Gegen Ende hab ichs immerhin bis zur Hälfte geschafft. Dann war aber Schluss: Zack! Haken war weg und ich im Schnee.

Gestern kamen noch die Klamotten von Tchibo, heute durften die sich gleich beweisen. Die Snowboardjacke hält eigentlich dicht, nur an den Taschen nicht. Geld, Autoschlüssel und Skipass: nass. Die Ärmel sind auch nicht mit dem sonst im Innenfutter verwendeten Funktionsfleece ausgestattet und waren durchs Schwitzen ebenfalls nass und klebten. Die Ärmel trockneten in der Pause aber erfreulich schnell, also ists auszuhalten. Nix ist schlimmer, als eine klamme Jacke überziehen zu müssen. Ein paar Details an der Jacke gefallenmir außerdem: Schlaufen für die Gürtelschlaufen der Hose, dass die Jacke nicht beim Sturz hochgeschoben wird, diverse Innentaschen fürs Handy, den MP3-Player usw und eine abnehmbare Kapuze.
Die Snowbordhose hat das gleiche Problem mit den Taschen, die waren innen ebenfalls feucht – ganz durch gings aber nicht, drunnter wars nur vom Schwitzen feucht. Mal sehen wie das Zeug die Saison übersteht, dann sehen wir weiter. (swg)

Vor einer Weile schon lief auf MDR-Figaro Axel Hackes Lesung von „Der weiße Neger Wumbaba“ – wie Songtexte oft falsch verstanden werden und das diese doch meist die viel schöneren Bilder im Kopf entstehen lassen. Heute war er wieder im Staatsschauspiel. Fast hätte ich keine Karten mehr gekriegt, Tina hats aber noch kurz vor knapp gerettet (oder wir hätten getrennt sitzen müssen). Die Kasse wollte heute morgen telefonisch partout keine Karten mehr reservieren, resp. an der Abendkasse hinterlegen.
Bevor Axel Hacke aber aus „Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück“ las, gings querbeet durch Texte aus seiner Kolumne in der Süddeutschen „Das Beste aus meinem Leben“. Geschichten mit Kindern auf Urlaubsreisen, ungebetene Anrufe von Patienten auf Ex-Telefonnummern von Ex-Ärzten und übers tägliche Handwerkszeug: Worte selbst. Herr Hacke sammelt und sortiert Worte. Ich hätte ja auch noch ein wirklich schönes, für meine Begiffe viel zu selten beachtetes, viel zu wenig gebrauchtes (hey, ein kaum abgenutztes, quasi neuwertiges!!) Wort für ihn:
Kartoffelvollerntemaschine
Das ist herrrlich lang. Es trainiert Lippen, Zunge und Unterkiefer, alles wird beansprucht durch eine Vielzahl unterschiedlicher Silben. Es ist ein sportliches Wort.
Es erzeugt auch große Bilder: sowas kann gar nicht klein sein. Und was wären wir ohne die Kartoffel? Ok, für einige sind wir die Krauts… aber was ist Kraut schon ohne Kartoffeln…
Sehr deutsch ist dieses Wort, trotz seiner Ausmaße in Buchstabenzahl und Bild ist es doch prägnant, geradezu kompakt zusammengestaucht. Versuchen wir es auf Französisch:

moissonneuse automatique de pommes de terre

geht gar nicht.

Es ist ein unglaublich schönes Wort in all seinen Aspekten. Aber es wird zu selten verwendet und noch weniger gewürdigt. Es sollte in Axel Hackes Sammlung! (swg)