Letzte Woche war ich schon in Baden-Baden, genauer Rheinmünster – Dienstreise. Diese Woche ist Nacharbeit erforderlich. Trotzdem wurden wir vom Kunden vorzüglich behandelt. Gut essen gehen ist hier nicht schwer, nur zu spät darf es nicht sein.

Und auch diese Woche startet unser Dienst im „Ausland“ ganz großartig. Wir sind im gleichen Hotel abgestiegen, wie letzte Woche: Landgasthof „zur Blume“ in Lichtenau-Scherzheim.

Diesmal hat das Restaurant der „Blume“ keine Betriebsruhe. Auf der Karte hab ich was entdeckt:Saure Nierle mit Spätzle – Nierchen hab ich bestimmt seit über zwanzig Jahren nicht mehr gegessen. Ich würde das auch nicht in einem x-beliebigen Restaurant bestellen, hier hatte ich aber keine Bedenken. Und es war einfach großartig :)

(swg)

Einen dicken Minuspunkt sammelt unser Saugroboter von Dirt Devil: Der Dauerfilter hält längst nicht das versprochene Jahr, nicht mal ein halbes. Für das Plastegitter mit einem Stückchen Fließ soll man um die 15,-€ lassen. Das ist eigentlich durch nichts zu rechtfertigen und führt letztlich nur zu Erfindungsreichtum: Den Job des Filters macht jetzt die Hälfte eines Papiertaschentuchs, genauer zwei Lagen davon.

Das verdreckte Fließ wird einfach vom Gitter gerupft. Das vierlagige Taschentuch trennt man in zwei Lagen auf, vier Lagen wären zu dickDann schnappt man sich die leere Boxund legt das Taschentuch drüber.Gitter draufLoch reinpiekenund ringsherum ordentlich abrupfen

Der nette Nebeneffekt ist, dass man keinen Filter mehr ausputzen oder -waschen muss. Das Taschentuch fliegt einfach mit in den Müll – geht viel einfacher.

(swg)

Alina hatte zum Geburtstag von einem Kindergartenfreund einen Gutschein bekommen, für die Centrums-Gallerie. Diesen Samstag haben wir uns endlich mal Zeit genommen, den Gutschein einzulösen. Spielzeug gibt es da in einer ziemlich großen Abteilung von Müllers.

Natürlich waren wir schon ein paar mal mit Alina im Spielzeugladen. Neu ist diesmal, dass sie explizit etwas kaufen geht – von ihrem Geld. Womit haben wir eigentlich gerechnet? Mehr oder weniger dachten wir an die üblichen Entscheidungsschwierigkeiten. So viel Spielzeug und alles kann man kaufen… Jedes Klischee war möglich.

Nichts dergleichen ist eingetreten. Alina schlich eine Weile fast systematisch durch die Gänge. Bei Brio blieb sie dann stehen, griff ins Regal und zog das Containerschiff mit Kran heraus: „Das hier!“. „Ok, leg’s in Deinen Puppenwagen und wir gucken noch bis ans Ende.“ Haben wir dann auch, aber geändert hat sich ihre Entscheidung nicht. Lediglich beim Kleinkinder-Spielzeug blieb sie nochmal stehen – alles was blinkt und Geräusche macht, fasziniert Kinder (und nicht nur die…). Etwas Geld war noch übrig, also haben wir sie noch zu den Gummitieren gelotst: ein Hase ist es dann noch geworden.

Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt…

(swg)

Manchmal stolpere ich über Zeuch und dann … Dann guck ich’s mir nochmal an, vielleicht hab ich da was falsch verstanden. Vielleicht übertreib ich ja. Und außerdem sind die Kinder erst zehn oder elf, die das da geschrieben haben. Aber im Amtsblatt steht sowas ja nicht, wenn da nicht nochmal einer drüber geguckt hat. Und die Exkursion der Klasse 4b hatte wirklich ein spannendes Programm „Auf den Spuren von Erich Kästner“ und seinem Buchklassiker „Emil und die Detektive“. Stadtrundfahrt mit Lottchen, ‚Verbrecherjagd‘ im Großen Garten und Lesenacht mit Übernachtung in einer Schule.

Und bei der Verbrecherjagd ging das so (schrieb eine Schülerin):

Am 27.04.2017 fuhr meine Klasse zur Exkursion nach Dresden. Im Großen Garten trafen wir uns mit dem Stadtindianer für eine Verbrecherjagd. Er erzählte von sich, was er sonst so machte. Spannend wurde es, als er von einer Verbrecherbande berichtete. Wir teilten uns in Gruppen auf. Der Veranstalter gab jeder Gruppe eine Karte von einem Gebiet. Wir mussten zur Eicherwiese. Zuvor wies er noch darauf hin, dass wir uns vor grün angezogenen Menschen unauffällig verhalten sollten, weil sie mit zur Bande gehörten. Auf der Karte waren Tatorte zu sehen. Wir sollten Beweise sammeln gegen die Bande. Wir machten uns an die Arbeit und fanden Süßigkeitspapier, Zettel mit Polizistenbeleidigungen, einen toten Briefkasten mit einer Nachricht und einen Ort, der ein Kindergefängnis sein sollte. In der vorgegebenen Zeit liefen wir 21 von 23 Tatorten ab. Wir erreichten den Treffpunkt mit etwas Zeitverzögerung, aber kamen doch noch rechtzeitig zur Auswertung. Dort stellte uns Herr Müller Fragen, die wir auch beantworten konnten. Er war der Täter. Hättet ihr das erwartet? Wir durften ihn verprügeln. Als wir damit aufhörten, bekamen wir Bonbons. Später verabschiedeten wir uns und es ging zurück …“


Wahrscheinlich ist das viel zu drastisch ausgedrückt. Wahrscheinlich versteh ich das total falsch. Wahrscheinlich seh‘ ich das viel zu eng. Wahrscheinlich bin ich einfach viel zu spießig. Einfach auf’s Maul hauen, ist doch effektiver! Andererseits war das in Dresden…

(swg)