Neuer Job und schon ist man bereit ein paar Beklopptheiten mitzumachen – nein, nicht sinnlos viele Überstunden oder ewige Dienstreisen! Nicht doc, ganz anders: Rewe-Team-Challenge.

Theoretisch hätte man dafür ja schon so spätestens ende Februar anfangen sollen, “etwas” zu tun. Laufen zum Beispiel. Abends ist der Sessel aber so schön gemütlich, die Schololade lecker und außerde fährt Mann ja mit dem Fahrrad zur Arbeit… Ausreden kann ich schon mal. Allein, es nützt alles nichts, der 21. Mai rückt gnadenlos näher.

Zeit, mal auszuprobieren, was tatsächlich geht.Test-LaufstreckeIch sag mal, Kollege Marcus kann sich seine 25 min abschminken, 34 min hat mein Versuch gedauert. Mit Wettkampfgeist hol ich da vielleicht noch knappe 5 min raus, aber mehr echt nicht.

(swg)

19 Mrd € für nen Messengerdienst. Bekloppt, wer so viel dafür bezahlt. Noch schlimmer: Ich wollte nie zu “den Bekloppten” aka Facebook. Und jetzt haben die sich meine Accountdaten einfach gekauft. Konsequenter Weise bleibe ich natürlich nicht bei WhatsApp: Telegram ist das neue WhatsApp. In wieweit man sich damit sicherheits- und datenschutzmäßig einen Gefallen tut wird sich zeigen müssen.

WhatsApp ist jedenfalls durch, auch für Maria.

(swg)

Im Zweifel für das Kind lautet ein Kommentar von Ines Pohl im Deutschlandfunk. Darin behauptet Sie

In jeder Sekunde sind weltweit 750.000 Pädophile online, sagen die Experten. Im vergangenen Jahr haben 250.000 Deutsche rund 20 Milliarden Euro für Bilder und Filme mit nackten Kindern ausgegeben. Der Markt ist riesig.

Machen wir die Mathematik: 20 Mrd € / 250.000 Leute sind: 80.000 €. Achzigtausend Euro. Achzig. Achzig Tausend!! Achzigtausend? In einem Jahr? Die Experten sagen das. Welche Experten Frau Pohl da befragt hat, würde ich ja gerne wissen. Ich vermute ja, das sich da jemand $HOHE_ZAHL einfach aus dem Arsch gezogen hat. Aber um da nicht groß rumzuvermuten, hab ich Frau Pohl mal gefragt:

Sehr geehrte Frau Pohl!
Bitte geben Sie _eine_ _belastbare_ Quelle für die 20 Mrd € an, die von 250T Deutschen für “Bilder mit nackten Kindern” ausgegeben worden sein sollen.

http://www.deutschlandfunk.de/kinderpornografie-im-zweifel-fuer-das-kind.720.de.html?dram:article_id=278181

Vielen Dank.

Auf die Antwort bin ich derbe gespannt, wage aber kaum zu hoffen, eine zu kriegen.

Was ich viel mehr glaube ist, das es nie aufhören wird, dass man arme unschuldige Kinder dazu missbraucht sog. Sicherheitsgesetze” durchzuprügeln – koste es die Freiheit und Sicherheit zusammen.

(swg)

Ich hab ‘nen neuen Job. Meine Drittmittel-Finanzierung an der Uni war ausgelaufen und eine Verlängerung nicht mehr drin. Groß Gedanken hab ich mir nie gemacht. Als Etech-Ing. sollte es kaum schwierig sein, einen Job zu finden. Elternzeit hatte ich auch noch üppig. Alles easy… Das war Ende März.

So leicht war’s dann doch nicht. Mein feinwerktechnisches Profil aus dem Studium ist eher unspezifisch – ich bin für nix Spezialist. Wenn man dann noch was von Simulation und Optimierung erzählt, die man an der Uni die letzten 7 Jahre (sic!) betrieben hat, erntet man ein leicht verständnisloses “aha…” mit anschließendem “..was macht man da so?”. Ein zweites dickes Problem des Ostens ist, dass er immer noch eine verlängerte Werkbank des Westens ist. Mit “Überführung von Produkten in die Serienfertigung”, Kalkulation von Serienfertigungsaufträgen und FMEA kann man hier in der Industrie eher was finden, als in der Entwicklung. Forschung findet fast nur an den Unis und den drei bekannten großen Forschungsunternehmen statt. “Dann geh doch in den Westen.” Kanns’te mal machen, mit Kind und Frau in der Doktorarbeit vor Ende 2014 wär da nix gegangen.

Eine Option auf Uni gab es noch, die Verträge waren auch schon in der Pipeline: zwei Jahre als Doktorand in einem mir völlig neuen Fachgebiet, dazu ein Nebenprojekt und 3/4 bezahlt. Ich hätt’s ja gemacht, da mir die Leute nicht unbekannt und auch sympatisch gewesen wären. Es Kam aber kurzfristig noch anders: Optocon AG, Faseroptische Temperaturmessung, zehn Mann. Ein Entwicklungsingenieur war gesucht. Der bin jetzt ich. Mal sehen, wie morgen mein erster Arbeitstag ausgeht.

(swg)